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In einem provokanten Schritt drängt Microsoft, wie das Wall Street Journal berichtet, auf eine Lockerung der Exportbeschränkungen für hochentwickelte KI-Chips durch die US-Regierung. Der Softwarekoloss warnt, dass enge Verbündete, die unter den aktuellen Restriktionen leiden, möglicherweise zu China als Lieferanten wechseln könnten. Microsoft-Präsident Brad Smith betont, dass China die bestehenden Embargomaßnahmen ausnutze, um sich als verlässlicher Partner zu positionieren und Ländern anzubieten, was sie brauchen, wenn sie sich von den USA distanzieren. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die dynamische technologische Landschaft haben, in der sich der Wettlauf um Hochtechnologie und künstliche Intelligenz verschärft.
Die Situation wird zusätzlich kompliziert, da Microsoft plant, die 10.000-Mitarbeiter-Marke in China zu überschreiten. Der Konzern kündigte an, seine Arbeitskräfte vor Ort massiv auszubauen und Büroräume in Städten wie Peking, Shanghai und Suzhou zu erweitern, während andere US-Technologiefirmen angesichts steigender Spannungen zwischen Washington und Peking vorsichtiger agieren. Kritiker aus der US-Politik äußern Bedenken und bezeichnen die Entscheidung als zumindest naiv; so sagte Senator Marco Rubio, dass Unternehmen, die in China expandieren, entweder die Bedrohung durch das kommunistische Regime unterschätzen oder gleichgültig gegenüber dessen Menschenrechtslage sind, wie The Flag Report berichtet.
Technologischer Wettlauf und geopolitische Spannungen
Während die USA versuchen, den technologischen Aufstieg Chinas zu bremsen, sieht Microsoft in der chinesischen Expansion eine Chance. Trotz der politischen Risiken betont das Unternehmen, dass es seine wissenschaftlichen Forschungen unterstützen möchte und lokale Talente entwickeln will. Währenddessen wächst die Tiroler Frustration in der US-Politik über Microsofts Engagement in China, das von vielen als Widerspruch zu den Bemühungen, China technologisch zurückzudrängen, gesehen wird. Hochrangige US-Gesetzgeber diskutieren bereits über mögliche Sanktionen gegen chinesische Unternehmen und über den Einfluss von Microsoft auf den heimischen Markt und seine Beziehungen zur chinesischen Regierung.
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