Vorarlbergs Handel: Neue Kampagne bringt frischen Wind in die Städte!

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Vorarlberg setzt auf eine Imagekampagne für den Handel, um Sichtbarkeit zu stärken und die Innenstädte zu beleben.

Vorarlberg setzt auf eine Imagekampagne für den Handel, um Sichtbarkeit zu stärken und die Innenstädte zu beleben.
Vorarlberg setzt auf eine Imagekampagne für den Handel, um Sichtbarkeit zu stärken und die Innenstädte zu beleben.

Vorarlbergs Handel: Neue Kampagne bringt frischen Wind in die Städte!

Der Handel in Vorarlberg nimmt eine zentrale Rolle in der regionalen Wirtschaft ein. Mit einem Jahresumsatz von etwa 17 Milliarden Euro stellt die Branche die drittgrößte Säule des wirtschaftlichen Geschehens dar. Aktuellen Berichten zufolge zeigt die Branche im ersten Halbjahr 2025 ein Umsatzwachstum von 1,7 %, was einer Steigerung von rund 60 Millionen Euro entspricht. Trotz herausfordernder Marktbedingungen, inklusive der Konkurrenz durch Online-Angebote, bleibt der stationäre Handel für die regionale Lebensqualität unerlässlich.

Als Reaktion auf die Herausforderungen hat der Vorarlberger Handel eine neue Imagekampagne gestartet, die insbesondere auf Nach­wuchsgewinnung und die Belebung der Innenstädte abzielt. Die Kampagne, unter dem Leitsatz „Menschen, die machen.“, wurde gestern in Bregenz präsentiert. Sie soll die Wahrnehmung der Vielfalt der Handelsberufe fördern und die Modernität des Handels in den Fokus rücken. Plakate mit auffälligen Farben und unterschiedlichen Botschaften werden in mehreren Städten, darunter Bregenz, Dornbirn und Feldkirch, aufgestellt.

Vielfalt und Herausforderungen im Einzelhandel

Vorarlberg bietet eine spannende Mischung aus Tradition und Innovation im Einzelhandel. Laut Handelsforscher Peter Voithofer zeigt sich eine ungleiche wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der verschiedenen Handelssektoren, während die Digitalisierung das Einkaufsverhalten maßgeblich verändert hat. Immer mehr Konsumenten wenden sich dem Online-Shopping zu, was für Buch- und Schreibwarenhändler in der Region zu Schwierigkeiten führt, da sie nicht mit den Preisen der großen Online-Anbieter mithalten können. Hohe Steuersätze und logistische Herausforderungen setzen kleine Buchhandlungen zusätzlich unter Druck.

Innovative Konzepte, wie die von Katharina Feurstein mit ihrem Geschäft „Yomabi“, setzen auf persönliche Beratung und ökologische Produkte, um im Wettbewerb zu bestehen. Solche Mixed-Store-Konzepte, die Gastronomie, Dienstleistungen und Einzelhandel verbinden, gewinnen an Bedeutung. Sie sollen nicht nur das Einkaufserlebnis bereichern, sondern auch dazu beitragen, Leerstände in den Innenstädten zu reduzieren.

Zukünftige Trends im Handel

Die Zukunft des Handels wird zudem durch technologische Trends geprägt. Eine umfassende Studie, die von EHI veröffentlicht wurde, zeigt, dass Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Implementierung nahtloser Bezahlmethoden und eine verstärkte Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden stehen ebenfalls auf der Agenda der Handelsunternehmen. Dabei wird deutlich, dass die Digitalisierung von Prozessen und die Umsetzung von umfassenden Sicherheitsmaßnahmen immer relevanter werden.

Ein abschließender Blick auf die Beschäftigungszahlen zeigt, dass über 23.000 Menschen im Handel in Vorarlberg tätig sind. Trotz der Herausforderungen verzeichnen die Unternehmen sowohl in der Anzahl der Beschäftigten als auch im Umsatz in diesem Jahr positive Entwicklungen. Mit der neuen Imagekampagne und innovativen Handelsformen will die Branche die Zukunft aktiv gestalten und eine starke Marke etablieren, die sowohl den stationären als auch den Online-Handel berücksichtigt.