Sommerchaos in Niederösterreich: Freibäder kämpfen gegen Besucher-Mangel!

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Bäder in Niederösterreich verzeichnen Rückgang der Besucherzahlen; Betreiber reagieren mit Preisanpassungen und neuen Konzepten.

Bäder in Niederösterreich verzeichnen Rückgang der Besucherzahlen; Betreiber reagieren mit Preisanpassungen und neuen Konzepten.
Bäder in Niederösterreich verzeichnen Rückgang der Besucherzahlen; Betreiber reagieren mit Preisanpassungen und neuen Konzepten.

Sommerchaos in Niederösterreich: Freibäder kämpfen gegen Besucher-Mangel!

Die Bäderlandschaft in Niederösterreich steht vor großen Herausforderungen. In der Saison 2025 verzeichnen die freibadbetriebe einen Rückgang der Besucherzahlen um etwa 20 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren. Einem Bericht von 5min zufolge, verbrachten rund 140 Betriebe weniger Gäste in ihren Einrichtungen, was massive Umsatzverluste zur Folge hat.5min berichtet von einem vielversprechenden Saisonstart, der jedoch durch verregnete Monate in Mai und Juli stark beeinträchtigt wurde. Beispielsweise erlitt das Bad in Ternitz im Mai einen Minus von 42 Prozent, während im Juni ein Plus von 151 Prozent verzeichnet wurde, gefolgt von einem Rückgang im Juli von 56 Prozent.

Um den Herausforderungen zu begegnen, haben viele Betreiber die Eintrittspreise um 5 bis 25 Prozent angepasst. Aber nicht nur die Wetterbedingungen belasten die Branche: Hohe Energiekosten und der Mangel an qualifiziertem Personal stellen weitere Hürden dar. Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt die Zahl der Beschäftigten stabil, allerdings gibt es Probleme bei der Rekrutierung von Aufsichtspersonal.

Erhalt der Bäder als öffentliche Aufgabe

Bäder spielen eine zentrale Rolle in der Schwimmausbildung, der Gesundheitsförderung und der sozialen Teilhabe. Der Erhalt der Bäder wird als öffentliche Aufgabe angesehen. Daher sind kreative Konzepte gefordert, die interkommunale Kooperationen, energetische Modernisierungen sowie gezielte Förderprogramme umfassen. Ein Sprecher der Branche betont: „Mit politischem Willen und Unterstützung kann der Erhalt vieler Bäder möglich und sinnvoll sein.“

Parallel dazu wird in der Energiepolitik Niederösterreichs ein bemerkenswerter Kurs eingeschlagen. Laut Energie NÖ wird ein Drittel der gesamten Energie des Bundeslandes für Heizung und Warmwasser benötigt. Über die Hälfte der für Wärme nötigen Energie stammt aus klimafreundlichen Energieträgern wie Holz, Sonne und Umgebungswärme. Der Anteil erneuerbarer Brennstoffe in der Fernwärme hat im Jahr 2023 beachtliche 74 % erreicht.

Das Ziel der Energiewende ist eine vollständige Umstellung der Raumwärme auf erneuerbare Energiequellen. Der NÖ Energiefahrplan 2030 fokussiert sich auf Wärme, Gebäudesanierungen und die Ersetzung ineffizienter Heizungen. Der Einsatz von Öl und Erdgas soll schrittweise durch nachhaltige Alternativen wie Biomasse und Solarwärme ersetzt werden.

Aktuelle Herausforderungen der Energiewende

Dennoch gibt es auch kritische Punkte, die beachtet werden müssen. Wie Erneuerbare Energie berichtet, ist der Energieverbrauch in Niederösterreich der höchste in Österreich. Zudem hat die Reduktion der Treibhausgasemissionen in den letzten Jahrzehnten nur schleppend Fortschritte gemacht. Der absolute Energieverbrauch ist seit 1990 um 50 % gestiegen und der fossile Anteil bei der Stromerzeugung liegt bei 24 %, was im negativen Spitzenfeld angesiedelt ist.

Um die Energiewende erfolgreich zu gestalten, sind drastische Maßnahmen erforderlich. Der durchschnittliche Wohlstand und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen verbessert werden, um das technische Potenzial für Windkraft und Photovoltaik in Niederösterreich maximal auszuschöpfen. Dies könnte eine Lösung für die Herausforderungen der Bäderlandschaft und der Energieerzeugung gleichzeitig darstellen.