Riesenübung im Dürnsteiner Tunnel: 180 Retter simulieren Notfall!

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Am 16. November 2025 fand eine großangelegte Übung im Strassentunnel Dürnstein statt, bei der 180 Einsatzkräfte einen Verkehrsunfall simulierten.

Am 16. November 2025 fand eine großangelegte Übung im Strassentunnel Dürnstein statt, bei der 180 Einsatzkräfte einen Verkehrsunfall simulierten.
Am 16. November 2025 fand eine großangelegte Übung im Strassentunnel Dürnstein statt, bei der 180 Einsatzkräfte einen Verkehrsunfall simulierten.

Riesenübung im Dürnsteiner Tunnel: 180 Retter simulieren Notfall!

Am 30. November 2025 fand eine großangelegte Übung im Straßentunnel Dürnstein in Niederösterreich statt, an der rund 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Polizei und weiteren Beteiligten teilnahmen. Diese Übung wurde von der Bezirkshauptmannschaft Krems organisiert und hatte das Szenario eines schweren Verkehrsunfalls zwischen einem Pkw und einem Traktor mit anschließender Rauchentwicklung zum Hintergrund. Der 472 Meter lange Dürnsteiner Tunnel, der 1959 eröffnet und zwischen Oktober 2018 und April 2019 generalsaniert wurde, war für die Übung von 5 bis 8 Uhr morgens gesperrt.

Die Einsatzkräfte trafen sich bereits um 4 Uhr früh zur Aufbauplanung, gefolgt von einer ersten Besprechung um 04:30 Uhr in der Betriebszentrale des Tunnels. Alarmiert wurde die Übung durch die NÖ Landeswarnzentrale in Tulln, wobei die Alarmstufe auf Brand 3 erhöht wurde, um auf die veränderte Lage zu reagieren. In den Bereitstellungsräumen Ost und West wurden die Einsatzkräfte für verschiedene Szenarien vorbereitet.

Übungsablauf und Einsatzmethoden

Im Rahmen der Übung wurde der Sonderkatastrophenschutzplan „Straßentunnel Dürnstein“ aktiviert. Abschnittsübungsleitungen wurden an beiden Portalen des Tunnels eingerichtet, und Zubringleitungen für die Brandbekämpfung unter Atemschutz wurden gelegt. Besonders wichtig war dabei der Einsatz von Twinpack-Atemschutzgeräten, mit denen die Atemschutztrupps die Verletztendarsteller retten konnten. Die gesamte Übung dauerte 75 Minuten und endete um 07:15 Uhr.

Die Nachbesprechung fand bei Sonnenaufgang statt, und Bezirkshauptmann Mag. Günter Stöger sprach seinen Dank an alle Beteiligten aus. Der Abschluss der Übung beinhaltete ein Gruppenfoto und ein gemeinsames Frühstück im Feuerwehrhaus Dürnstein.

Der Einsatz setzte sich aus einer Vielzahl von Fahrzeugen zusammen: 6 Hilfeleistungsfahrzeuge, 2 Kleinlöschfahrzeuge, 2 Kommandofahrzeuge, 2 Mannschaftstransportfahrzeuge, 1 Sonderfahrzeug, 3 Tanklöschfahrzeuge und 2 Versorgungsfahrzeuge wurden mobilisiert. Die beteiligten Feuerwehren umfassten unter anderem FW Egelsee, FF Dürnstein sowie zahlreiche weitere Einheiten aus der Region.

Vergleich zu früheren Übungen

Im Mai 2025 wurde eine ähnliche Übung durchgeführt, bei der ein schwerer Verkehrsunfall auf der A1 bei der Ölgrabenbrücke simuliert wurde. Dort waren insgesamt 107 Einsatzkräfte von verschiedenen Feuerwehren, dem Roten Kreuz und der Autobahnpolizei beteiligt. Diese Übung beinhaltete mehrere Szenarien, darunter ein Pkw, der von einer Brücke gestürzt war.

Die Übungen stehen im Kontext des Notfall- und Krisenmanagements, das sich mit dem systematischen Umgang mit Notfall-, Krisen- und Katastrophenlagen befasst. Diese Disziplin umfasst nicht nur die Prävention, sondern auch die Analyse und Verfolgung von Gegenmaßnahmen, was für eine effiziente Notfallbewältigung unerlässlich ist. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Entwicklung von Bewältigungsstrategien sind dabei von zentraler Bedeutung, um in Krisensituationen effektiv agieren zu können.

Der Erfolg solcher Übungen ist nicht nur ein Garant für die Sicherheit in Notsituationen, sondern auch eine stetige Weiterentwicklung der Einsatzkräfte in der Gefahrenabwehr. Historisch gesehen wird das Notfall- und Krisenmanagement als getrennte Bereiche angesehen, doch die Echtzeiterfahrungen aus Übungen wie in Dürnstein und auf der A1 zeigen die Notwendigkeit einer engen Kooperation aller Beteiligten im Umgang mit Notfällen.