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Die US-Regierung steht vor einem Sturm: Die Bewilligung für Reporter der Nachrichtenagentur AP, Zugang zum Oval Office und dem Präsidentenflugzeug, wurde entzogen. Der Anlass für diese drastische Maßnahme ist die Weigerung der AP, die von Donald Trump neu eingeführte Bezeichnung "Golf von Amerika" für das international als "Golf von Mexiko" bekannte Gewässer zu verwenden. Diese Entscheidung des Weißen Hauses überschreitet nicht nur Grenzen, sondern markiert auch einen beispiellosen Bruch mit der Tradition der Pressefreiheit in den USA, wie Experten befürchten. Die AP und die White House Correspondents Association (WHCA) haben bereits rechtliche Schritte eingeleitet, jedoch hat ein Richter den Antrag auf eine einstweilige Verfügung zunächst abgelehnt.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, verkündete, dass künftig mehr Medien Zugang zu den Pressebriefings erhalten sollen, darunter auch lokale Sender der Sinclair-Mediengruppe, die für ihre rechtsgerichtete Berichterstattung bekannt ist. Dies wird als ein Versuch gewertet, die Kontrolle über die Medien, die über die Regierung berichten, zu zentralisieren. Leavitt bezeichnete diese neue Regelung als Modernisierung des Pressepools, die auch Streamingdienste umfassen soll und darauf abzielt, den Unterstützern von Trump einen besseren Zugang zu bieten.
Proteste der Journalisten
Fachleute und Journalistenvertreter sind alarmiert über die Vorgehensweise der Regierung. Jon Marshall, Medienhistoriker an der Northwestern University, beschreibt die Maßnahmen als "gefährlichen Schritt für die Demokratie", da sie den Präsidenten ermächtigen, zu entscheiden, wer über die Exekutive berichten darf. Dieser Vorfall wirft ernste Fragen über die Unabhängigkeit der Presse auf. Die New York Times sieht in der Entscheidung einen Versuch, den Zugang der Öffentlichkeit zu unabhängigen Informationen zu untergraben. Der Konflikt zwischen Trump und der AP scheint damit nicht nur eine Medienkontroverse zu sein, sondern auch ein Test für die Grundsätze der freien Berichterstattung in den Vereinigten Staaten, wie zeit.de und vienna.at berichten.
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