Bergsteiger in Rettenkogel: Rettung vor Sturm – Mangelnde Vorbereitung!
Drei Bergsteiger wurden am Rettenkogel in Salzburg während eines Sturms gerettet. Ihre mangelhafte Vorbereitung führte zur Notlage.

Bergsteiger in Rettenkogel: Rettung vor Sturm – Mangelnde Vorbereitung!
Am 23. Oktober 2025 erlebten drei Bergsteiger am Gipfel des Rettenkogels im Flachgau, Salzburg, einen dramatischen Notfall. Gegen 15:45 Uhr wurden die Männer, alle etwa 20 Jahre alt – ein Österreicher und zwei Deutsche – von einer hereinbrechenden Kaltfront überrascht, die ein unverhofftes Ende ihrer Wanderung einleitete. Die Wetterbedingungen waren katastrophal: Sturmböen und eisiger Schneefall führten zu schnell einsetzender Dunkelheit, was ihre Lage lebensbedrohlich machte. Trotz dieser widrigen Umstände setzten zehn Bergretter der Bergrettung Strobl eine Rettungsaktion in Gang, um die Männer vom Gipfel zu retten.
Die alarmierten Retter mussten sich zunächst durch schwierigstes Gelände zum Gipfel begeben. Dort angekommen, versorgten sie die erschöpften Bergsteiger mit trockener Kleidung und Wärmepads, bevor sie gemeinsam den Abstieg ins Tal antraten. Glücklicherweise gelang es der Gruppe, unverletzt zu ihrem Ausgangspunkt zurückzukehren. Allerdings gab es anlässlich des Vorfalls Kritik an der mangelnden Tourenvorbereitung der Bergsteiger. Sie hatten wichtige Utensilien wie Biwaksäcke, Stirnlampen und Wechselkleidung, die insbesondere bei vorhergesagtem Sturm von großer Bedeutung sind, nicht mitgenommen, wie allgaeuer-zeitung.de berichtet.
Kritik an der Vorbereitung
Die Wanderer hatten sich offensichtlich nicht ausreichend auf die Herausforderungen der Tour vorbereitet. Der Rettenkogel mit einer Höhe von 1.780 Metern und anspruchsvollen Bedingungen ist bekannt für seine Ausblicke ins Dachsteinmassiv und zum Wolfgangsee, aber auch für die nötige Trittsicherheit und alpine Erfahrung, die für den Aufstieg erforderlich sind. Die Bergrettung weist darauf hin, dass bei derartigen Wettervorhersagen eine sorgfältige Planung und entsprechende Ausrüstung unerlässlich sind.
Die Rettung unterstreicht die Relevanz des alpinen Notrufs für Bergwanderer. Immer wieder kommt es vor, dass Menschen in Schwierigkeiten geraten und sich dann als wichtig erweisen kann, den richtigen Umgang mit Mobiltelefonen zu kennen. Moderne Smartphones verfügen über eine Notruf-Funktion, die auch ohne PIN-Code zugänglich ist. Sollte kein Empfang vorhanden sein, ist es ratsam, das Handy auszuschalten und wieder einzuschalten, um das stärkste Netz zu finden. Der Notruf bei der Nummer 112 ist kostenlos, jedoch sollte man beachten, dass Anrufer in einem Fremdnetz sich nicht zurückrufen lassen können, was in alpinen Notfällen problematisch sein könnte, wie bergwelten.com anmerkt.
Insgesamt verdeutlicht dieser Vorfall die Wichtigkeit, sich bei Bergtouren nicht nur auf die eigene Fitness zu verlassen, sondern auch die richtige Ausrüstung und Vorbereitung mit einzubeziehen, um in Gefahrensituationen schnell reagieren zu können. Die Bergrettung bleibt ein unverzichtbarer Partner für die Sicherheit in den österreichischen Alpen.