Feuerdrama in Großarl: Feuerwehr rettet zwei Menschen aus brennendem Haus!
Feuerwehr rettete am 22. Dezember 2025 zwei Personen aus brennendem Wohnhaus in Großarl, Salzburg. Alarmstufe 3 aktiviert.

Feuerdrama in Großarl: Feuerwehr rettet zwei Menschen aus brennendem Haus!
Am Montag, den 22. Dezember 2025, kam es in Großarl, Salzburg, zu einem dramatischen Wohnhausbrand, bei dem die Feuerwehr Großarl zwei Personen erfolgreich aus den Flammen rettete. Das Feuer brach im Heizraum des Kellergeschosses aus und breitete sich rasch über die Kellertreppe ins Erdgeschoss aus. Der Einsatzleiter der Feuerwehr entschied sich, Alarmstufe 3 auszulösen, was zur Alarmierung mehrerer benachbarter Feuerwehren führte. Dies ist eine Standardprozedur bei größeren Einsätzen dieser Art, wie sie in den Alarmierungsarten in Österreich definiert sind, darunter auch die Benachrichtigung von vier benachbarten Feuerwehren und die Verwendung von mindestens sechs Löschfahrzeugen, darunter mehrere mit Atemschutz ausgerüstete Fahrzeuge.
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand eine der betroffenen Personen an einem eingeschlagenen Fenster und informierte die Einsatzkräfte über eine zweite, nicht gehfähige Person, die innerhalb des Gebäudes war. Unter dem Schutz der Atemschutztrupps der Feuerwehr gelang es den Helfern, beide Personen aus der stark verrauchten Wohnung zu retten. Trotz ihrer schweren Situation erlitten die Geretteten nur leichte Verletzungen und wurden umgehend vom Roten Kreuz versorgt und ins Krankenhaus eingeliefert.
Eingesetzte Kräfte und Brandbekämpfung
Insgesamt waren bei dem Einsatz 103 Feuerwehrkräfte mit 14 Fahrzeugen im Einsatz, zudem kamen 13 Rot-Kreuz-Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen sowie drei Polizeieinsatzkräfte hinzu. Die Wasserversorgung für die Brandbekämpfung wurde durch Hydranten sowie eine Saugstelle an der Großarler Ache sichergestellt. Während der Löscharbeiten unter Kontrolle des Feuerwehreinsatzes brachen aufgrund der hohen Temperaturen Batterien und Lackdosen, was die Situation zusätzlich erschwerte. Fünf Sauerstoffflaschen, die sich bei der nicht gehfähigen Person befanden, konnten geborgen werden.
Die Feuerwehr führte sowohl Außen- als auch Innenangriffe zur effektiven Bekämpfung des Feuers durch. Wegen der Komplexität des Einsatzes wurde auch ein Notarzthubschrauber abberufen, der jedoch zu einem anderen medizinischen Notfall im Ortszentrum umgeleitet werden musste. Die Feuerwehr St. Johann übernahm die Ausleuchtung des Landeplatzes für den Hubschrauber.
Hintergrund zur Feuerwehrarbeit in Deutschland
Die Ereignisse in Großarl werfen auch ein Licht auf die wichtige Rolle, die Feuerwehren nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland spielen. Ende 2022 gab es in Deutschland rund 48.100 Feuerwehren, die sich in verschiedene Kategorien wie freiwillige und Berufsfeuerwehren unterteilen. Über eine Million Mitglieder sind in den Freiwilligen Feuerwehren aktiv. Das Hauptaugenmerk der Feuerwehrleute liegt auf den Kernaufgaben Retten, Löschen, Bergen und Schützen. Im Jahr 2022 rückten die Feuerwehren in Deutschland zu etwa 229.000 Einsätzen aus.
Diese Einsätze sind entscheidend, insbesondere im Kontext steigender Herausforderungen, wie technisch bedingte Hilfeleistungen oder Tierrettung. Zudem kam es 2022 zu ansteigenden Zahlen an Fehlalarmeinrufen, Bürokratisierung und vor allem auch zu gewalttätigen Übergriffen auf Feuerwehrkräfte. Diese Entwicklung stellt eine große Herausforderung für die Retter dar, die oftmals nur mit viel Engagement und Hingabe für ihre Mitbürger im Einsatz sind.