Kleinwasserkraft vor dem Aus? Neue Gebühren belasten österreichische Stromkunden!

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Der Artikel beleuchtet die Herausforderungen der Kleinwasserkraft in Österreich und die Auswirkungen des neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetzes auf Betreiber und Kunden.

Der Artikel beleuchtet die Herausforderungen der Kleinwasserkraft in Österreich und die Auswirkungen des neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetzes auf Betreiber und Kunden.
Der Artikel beleuchtet die Herausforderungen der Kleinwasserkraft in Österreich und die Auswirkungen des neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetzes auf Betreiber und Kunden.

Kleinwasserkraft vor dem Aus? Neue Gebühren belasten österreichische Stromkunden!

Der aktuelle Entwurf des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) sorgt für Sorgenfalten bei Betreibern von Kleinwasserkraftwerken in Österreich. Laut ÖkoNews führen die hohen Anschlusskosten und laufenden Netzgebühren zu einer erheblichen Mehrbelastung für Betreiber*innen und folglich auch für Stromkund*innen. Paul Ablinger, Geschäftsführer des Vereins Kleinwasserkraft Österreich, warnt vor einem sogenannten „Österreich-Aufschlag“ auf den heimischen Strompreis, was insbesondere kleine Erzeuger betrifft.

Ablinger kritisiert, dass die Kleinwasserkraft nicht ausreichend gefördert wird, obwohl sie für Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und Netzstabilität von Bedeutung ist. Die geplanten Regelungen könnten erhebliche Risiken und finanzielle Belastungen für Betreiber*innen verursachen und heimische Erzeuger im Vergleich zu Importstrom benachteiligen.

Gesetzliche Regelungen und Vorschläge

Ein zentraler Punkt sind die Einspeisegebühren und einmaligen Anschlusskosten von 175 Euro pro Kilowatt. Diese müssen von den Betreibern erwirtschaftet werden, was zu höheren Strompreisen für Endkund*innen führen kann. Bedauerlicherweise gelten diese Gebühren nur für österreichische Erzeugungsanlagen, nicht jedoch für Importstrom, was einen klaren Wettbewerbsnachteil schafft.

Die Kleinwasserkraft Österreich hat bereits Vorschläge zur Verbesserung der Situation vorgelegt. Dazu zählt die Überarbeitung der Netzgebühren, um keine zusätzlichen Kosten für Einspeiser zu schaffen, sowie die Streichung bestehender Einspeisegebühren für größere Erzeugungsanlagen ab 5 Megawatt. Zudem wird eine Klarstellung der Pauschalen bezüglich des Netzanschlussentgelts gefordert.

Ablinger fordert zudem eine rechtliche Sicherheit und einen stabilen Rahmen, um bestehende Verträge zu schützen, angemessene Übergangsfristen für Gesetzesänderungen zu gewähren und rückwirkende Belastungen auszuschließen.

Die Situation der kleinen Wasserkraft in Deutschland

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Deutschland, wo die kleine Wasserkraft ab 2023 nicht mehr über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet wird. Diese Regelung betrifft alle Anlagen mit weniger als 500 Kilowatt Leistung, was bei den Betreibern für Entsetzen sorgt. Branchenexperten warnen, dass dies das Ende kleiner Wasserkraftwerke bedeuten könnte. Der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke kritisiert die Benachteiligung der kleinen Wasserkraft im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien und betont, dass ein Dialog mit der Politik dringend nötig ist, um die Disziplinierung dieser wichtigen Energiequelle zu vermeiden.

Die Politik begründet den Wegfall der Vergütung mit ökologischen Bedenken, was seitens des Wasserverbands Mitteldeutschland als ungerechtfertigt angesehen wird. Letztlich könnte der Wegfall der Vergütung negative Auswirkungen auf die ökologischen Bedingungen haben, da Investitionen zurückgehen.

Erneuerbare Energien – ein wichtiger Sektor

Laut dem Bundeswirtschaftsministerium trugen erneuerbare Energien im Jahr 2024 zur Vermeidung von etwa 256 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen bei, was den in den letzten Jahrzehnten unternommenen Anstrengungen zur Verbesserung der ökologischen Bedingungen Rechnung trägt.

Der Endenergieverbrauch für Wärme aus erneuerbaren Energien lag 2024 bei etwa 197 Terawattstunden. Während die Biomassenutzung zurückging, stieg der Einsatz von Wärmepumpen um 15 Prozent. Investitionen in erneuerbare Energien beliefen sich im Jahr 2024 auf 32 Milliarden Euro, wobei die Beschäftigung im Bereich erneuerbare Energien erneut gestiegen ist.

Die Situation für Kleinwasserkraftwerke in Österreich und Deutschland ist angespannt. Eine nicht ausreichende Förderung und hohe Kosten könnten die Zukunft dieser wichtigen Energiequelle gefährden. Die Forderungen der Betreiber müssen ernst genommen werden, um die Solidarität und Stabilität in der Energieversorgung nicht zu gefährden.