Arbeit&Wirtschaft erhält ÖZIV-Preis für Inklusion und Rückenwind für Betroffene!

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Das Magazin Arbeit&Wirtschaft wurde für die Ausgabe „Würde statt Hürde“ mit dem ÖZIV-Anerkennungspreis 2024 ausgezeichnet.

Das Magazin Arbeit&Wirtschaft wurde für die Ausgabe „Würde statt Hürde“ mit dem ÖZIV-Anerkennungspreis 2024 ausgezeichnet.
Das Magazin Arbeit&Wirtschaft wurde für die Ausgabe „Würde statt Hürde“ mit dem ÖZIV-Anerkennungspreis 2024 ausgezeichnet.

Arbeit&Wirtschaft erhält ÖZIV-Preis für Inklusion und Rückenwind für Betroffene!

Das Magazin Arbeit&Wirtschaft wurde kürzlich mit dem Anerkennungspreis 2024 des ÖZIV, dem Bundesverband für Menschen mit Behinderungen, ausgezeichnet. Diese Ehrung ist besonders bedeutend, da die prämierte Ausgabe mit dem Titel „Würde statt Hürde“ sich intensiv mit den Lebens- und Arbeitsrealitäten von Menschen mit Behinderungen in Österreich auseinandersetzt. Themen wie Bildungswege mit Barrieren, Beschäftigung in Werkstätten sowie Unternehmen, die Inklusion fördern, stehen im Mittelpunkt der Berichterstattung. Die damalige Chefin vom Dienst, Irene Steindl, betont, dass die Ausgabe gezielt Stimmen von Menschen mit Behinderungen einbezieht, um deren Herausforderungen und mögliche Lösungen aufzuzeigen. Richard Solder, Chefredakteur des Magazins, hebt die Verantwortung des Journalismus für gesellschaftliche Pluralität hervor und warnt vor den Gefahren der zunehmenden Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Massenmedien, die zu einer homogenisierten Berichterstattung führen könnte.

Arbeit&Wirtschaft ist die führende Publikation für Betriebsrät:innen in Österreich und erscheint im ÖGB-Verlag. Die über 100-jährige Geschichte des Magazins zeigt dessen Engagement für eine vielfältige und inklusive Arbeitswelt. Es bietet crossmediale Angebote, einschließlich Print, Newsletter, Online und Social Media, und liefert fundierte Analysen sowie praxisnahe Tipps aus der Perspektive der Arbeitnehmer:innen.

Rolle der Medien in der Inklusion

Die Bedeutung der Medien für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen ist nicht zu unterschätzen. Ein Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung verdeutlicht, dass der Zugang zu Medien oft mit Barrieren verbunden ist, die die Teilhabe an öffentlicher Kommunikation erschweren. Umso wichtiger ist es, die medienbezogenen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu erkennen und zu adressieren. Die Medienkompetenz spielt hierbei eine entscheidende Rolle, da sie die Teilhabe an der Medienkultur ermöglicht.

Zugleich wird auch auf die UN-Behindertenrechtskonvention verwiesen, die besagt, dass Medien eine Querschnittsfunktion für gleichberechtigte Teilhabe und Inklusion haben. Diese Konvention fordert unter anderem Bewusstseinsbildung sowie den Zugang zu Informationen und Bildung. Dabei sollten auch die Formen der Teilhabe an und in Medien, wie beispielsweise die Bereitstellung von barrierefreien Inhalten, stärker in den Fokus rücken.

Digitale Bildung als Schlüssel zur Inklusion

Ein zentraler Aspekt der Inklusion ist die digitale Bildung. In diesem Kontext bietet die Bundeszentrale für politische Bildung zahlreiche Ressourcen zur digitalen Bildung für Menschen mit Sinnes-, körperlichen und geistigen Behinderungen an. Programme wie „Inklusion durch digitale Medien in der beruflichen Bildung“ fördern Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Behinderungen in die berufliche Aus- und Weiterbildung. Auch die Aktion Mensch unterstützt Initiativen zur digitalen Teilhabe und inklusive Bildung.

Die Entwicklung barrierefreier Webinhalte und die Nutzung unterstützender Technologien sind entscheidend, um digitale Medien für alle zugänglich zu machen. Das Konzept von universellem Design, das darauf abzielt, Produkte und Dienstleistungen so zu gestalten, dass sie für alle Menschen nutzbar sind, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Inklusive Medienbildung sollte dabei ebenso gefördert werden, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft weiter zu verbessern.

Techniken wie Untertitelung und Audiodeskription werden zunehmend in Fernsehsendungen und Filmen angeboten, und es gibt gesetzliche Anforderungen für Barrierefreiheit im Internet. Diese Entwicklungen sind ein wichtiger Schritt hin zu einer inklusiven Gesellschaft, in der digitale Teilhabe für alle gewährleistet ist. Auch zahlreiche Projekte, die in Deutschland und anderen Ländern durchgeführt werden, zeigen das Engagement, die digitalen Kompetenzen von Menschen mit Behinderungen auszubauen und ihre Integration in die Medienwelt zu fördern.

Wie möglich diese Wege zur Inklusion sein können, zeigt beispielsweise die digitale Programmierumgebung TurtleCoder, die speziell für Kinder zwischen 9 und 12 Jahren entwickelt wurde. Solche Initiativen sind Ausdruck des Fortschritts im Bereich der inklusiven Bildung und der digitalen Teilhabe.