
Neue Bilder zeigen den damaligen Vizepräsidenten Joe Biden bei einem Treffen mit einigen Geschäftspartnern seines Sohnes Hunter Biden während eines offiziellen Besuchs in China. Auf diesen Bildern sind auch Hunters Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und anderen hochrangigen Beamten zu sehen.
Öffentliche Enthüllung der Bilder
Dies ist das erste Mal, dass diese Bilder veröffentlicht wurden, obwohl die Foto-Gelegenheiten und Begegnungen bereits seit Jahren bekannt sind. Die National Archives and Records Administration veröffentlichte die Bilder nach einer Anfrage von öffentlichen Unterlagen einer pro-Trump-Rechtsgruppe.
Die Bedeutung der Fotografien
Die Fotos stammen von Bidens Besuch in China im Jahr 2013. In einer Bilderserie ist Hunter Biden zusammen mit seinem Vater zu sehen, wie sie mit Xi Jinping sprechen. In einer anderen Bilderserie stellt Joe Biden seinem Sohn Li Yuanchao vor, der zu dieser Zeit Vizepräsident Chinas war.
Kontroversen um familiäre Geschäftsbeziehungen
Eine weitere Gruppe von Bildern zeigt, wie Hunter Biden seinen Vater seinen chinesischen Geschäftspartnern vorstellt, darunter einige Führungskräfte der Private-Equity-Firma BHR Partners. Nach Händedrücken und Umarmungen posierten die Bidens für ein Gruppenfoto mit einigen der chinesischen Geschäftsleute. Diese Bilder sind bemerkenswert, da sie Joe Bidens bereits geschwächte unmissverständliche Aussagen in Frage stellen, dass er niemals geschäftlich mit seinem Sohn in Kontakt stand. Tatsächlich deckte die Untersuchung im Zuge des Impeachment-Verfahrens gegen Joe Biden mindestens zwei Dutzend Interaktionen zwischen ihm und den Geschäftspartnern seines Sohnes aus China und anderen Ländern auf.
Erklärungen und Reaktionen
Generell haben Hunter Biden und andere Beteiligte ausgesagt, dass trotz sporadischer Telefonate, Treffen und Abendessen mit Joe Biden keine geschäftlichen Themen substantivisch besprochen wurden. Hunter Bidens ehemaliger Hauptgeschäftspartner in den USA sagte später aus, dass Hunter lediglich den „Eindruck“ von Zugang zu seinem Vater „verkaufte“, aber „nichts von materiellem Wert diskutiert“ wurde.
Hunters Anwalt Abbe Lowell kritisierte die Trump-nahe Gruppe, die sich um die Veröffentlichung der Bilder bemüht hatte. In einer Erklärung sagte er: „Das ist einfach nichts Neues.“
„Die Fotos entsprechen genau der Darstellung von Hunters Aussage im Kongress über die Personen, die er während des öffentlichen Ereignisses auf seiner China-Reise 2013 gesehen hat,“ fügte Lowell hinzu.
Reaktionen von politischen Instanzen
America First Legal, eine pro-Trump-Gruppe, hatte die Anfrage für die Unterlagen im Jahr 2022 eingereicht und später gegen die National Archives geklagt, um die Dokumente zu erhalten. Die Gruppe wird geleitet von Stephen Miller, einem ehemaligen Mitarbeiter von Präsident Donald Trump.
Juristische und politische Herausforderungen
„Diese Fotos bestätigen die Ermittlungsergebnisse des House Oversight Committee, dass Hunter Biden seinen Vater mit Jonathan Li und anderen BHR-Führungskräften während der China-Reise 2013 in Verbindung brachte, wo ‚Herr Li Zugang zu den politischen Einflussmitteln von Vizepräsident Biden suchte und erhielt‘,“ erklärte America First Legal in einer Pressemitteilung.
Auf die neu veröffentlichten Bilder angesprochen, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses: „Diese Reise – die vor über einem Jahrzehnt stattfand – ist alte Nachrichten. Die House Republicans haben bereits Jahre und Millionen von Steuergeldern verschwendet, um zu beweisen, dass der Präsident nicht geschäftlich mit seinem Sohn in Verbindung steht. Es ist an der Zeit, dies zu beenden.“
Schlussfolgerungen und laufende Ermittlungen
Die ausländischen Geschäfte von Hunter Biden standen unter intensiver Beobachtung von Republikanern und Ermittlern des Justizministeriums. Bundesankläger erhoben Anklage wegen Steuervergehen, teilweise aufgrund unbezahlter Steuern aus seinen Geschäften im Ausland. Ihm wurde jedoch nie Korruption oder illegale Lobbyarbeit vorgeworfen, trotz der Behauptungen der Republikaner, dass er kriminelle Einflussnahme betrieben habe.
In einem umstrittenen Schritt nach der Wahl erhielt Joe Biden eine Begnadigung für seinen Sohn für die 12 Steuer- und Waffenvergehen, für die er Anfang dieses Jahres verurteilt wurde. Diese umfassende Begnadigung schützte Hunter Biden auch vor zukünftigen strafrechtlichen Verfolgungen wegen möglicher Bundesvergehen, die er zwischen dem 1. Januar 2014 und dem 1. Dezember 2024 begangen haben könnte.
„Selbst während Präsident Biden seinen Sohn Hunter für alles, was er ‚begangen hat oder möglicherweise begangen hat‘ begnadigte, werden täglich weitere Beweise veröffentlicht, die zeigen, wie seine Familie Joe Bidens jahrzehntelange öffentliche Laufbahn für private Gewinne ausgenutzt hat“, sagte Michael Ding, Anwalt bei America First Legal, in einer Erklärung.
Diese Geschichte wurde mit zusätzlichen Informationen aktualisiert.
CNNs Nikki Carvajal hat zu diesem Bericht beigetragen.
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