Pensionsreform 2026: Teilpension bringt mehr Geld für Senioren!

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Erfahren Sie, welche Veränderungen bei den Pensionen in Österreich ab 2026 eintreten, darunter die Einführung der Teilpension und Änderungen bei der Altersteilzeit.

Erfahren Sie, welche Veränderungen bei den Pensionen in Österreich ab 2026 eintreten, darunter die Einführung der Teilpension und Änderungen bei der Altersteilzeit.
Erfahren Sie, welche Veränderungen bei den Pensionen in Österreich ab 2026 eintreten, darunter die Einführung der Teilpension und Änderungen bei der Altersteilzeit.

Pensionsreform 2026: Teilpension bringt mehr Geld für Senioren!

Ab dem 1. Januar 2026 treten in Österreich bedeutende Änderungen im Pensionssystem in Kraft. Diese Reformen sind darauf ausgerichtet, die finanzielle Sicherheit von Pensionisten zu erhöhen und gleichzeitig einen flexibleren Übergang in den Ruhestand zu ermöglichen. Zu den zentralen Neuerungen gehört die Einführung der Teilpension, die älteren Arbeitnehmer:innen eine Kombination aus Teilzeitarbeit und Teilpensionsbezug ermöglicht. Damit sollen die Beschäftigungsquoten älterer Arbeitnehmer:innen gesteigert und die gesunde Erwerbstätigkeit länger gewährleistet werden, was eine Abkehr vom bisherigen „Alles-oder-Nichts-Prinzip“ in der Pensionsversicherung darstellt. Diese Veränderungen wurden vom Nationalrat beschlossen und werden von verschiedenen Seiten als wichtige Reformen für die Altersvorsorge bezeichnet, wie parlament.gv.at berichtet.

Die Teilpension ermöglicht es Personen, die bereits einen Anspruch auf Pension haben, ihre Arbeitszeit um mindestens 25% und maximal 75% zu reduzieren, während sie gleichzeitig einen Teil ihrer Pension beziehen. Eine Einwilligung des Arbeitgebers ist erforderlich, und die Arbeitnehmer:innen müssen während dieser Zeit weiterhin auf ihr Pensionskonto einzahlen. Abweichungen in der Auszahlungshöhe ergeben sich aus den gesetzlich festgelegten Abschlägen, die bei der Berechnung der Teilpension zur Anwendung kommen. Die Höhe der Teilpension variiert je nach Grad der Arbeitszeitreduktion.

Konkrete Regelungen zur Teilpension

Die Regelungen zur Teilpension besagen, dass alle Versicherten, die die Voraussetzungen erfüllen, Zugriff darauf haben. Diese beinhalten unter anderem:

  • Korridorpension (ab 62, mit steigendem Anstieg auf 63 ab 2026)
  • Langzeitversichertenpension (ab 62)
  • Schwerarbeitspension (ab 60)
  • Alterspension (Frauen: ab 61; Männer: ab 65)

Die Teilpension wird in drei Varianten angeboten, die sich nach dem Grad der Arbeitszeitreduktion richten:

Reduktionsgrad Teilpension
25-40% 25%
41-60% 50%
61-75% 75%

Zusätzlich wird die Altersteilzeit ab 2026 eingeschränkt, sodass das Altersteilzeitgeld nur noch maximal drei Jahre gewährt wird, und Personen, die auf Teilpension Anspruch haben, keine Altersteilzeit mehr beziehen können. Die Regierung plant, Kürzungen bestehender Pensionen zu vermeiden und das gesetzliche Pensionsantrittsalter nicht auf über 65 Jahre anzuheben, was von den Koalitionsparteien als vorteilhaft erachtet wird.

Weitere Änderungen im Pensionssystem

Zusätzlich zur Einführung der Teilpension wird ab dem 1. Januar 2026 auch eine allgemeine Pensionserhöhung implementiert. Für Brutto-Pensionen bis 2.500 Euro wird ein Inflationsausgleich von 2,7% bereitgestellt, während für höhere Beträge ein Fixbetrag von 67,50 Euro zusätzlich gewährt wird. Diese Maßnahme betrifft mehr als 70% der Senioren und sorgt dafür, dass die Mindeststandards der Altersversorgung aufrechterhalten bleiben.

Die Reform umfasst zudem eine schrittweise Anhebung des Antrittsalters und der erforderlichen Versicherungsjahre für die Korridorpension. Pflegekräfte können ab 2026 bereits nach 45 Versicherungsjahren in Pension gehen. Als Teil der Reformen wird auch das Pensionskonto aufgewertet, wobei eine Pensionsaufwertungszahl von 7,3% für 2026 vorgesehen ist. Eine weitere Neuerung ist die Einführung einer e-Card-Gebühr für Pensionisten, die ab November 2026 25 Euro pro Jahr betragen wird.

Die diskutierten Punkte zu den Reformen verdeutlichen das Bestreben der Regierung, die Pensionsausgaben nachhaltig zu kontrollieren und gleichzeitig die sozialen Standards für Senioren nicht zu gefährden. Diese Maßnahmen, insbesondere die Einführung der Teilpension, sind von einer breiten Debatte über die Demografie und die Finanzierung der Pensionen begleitet worden, wobei verschiedene politische Parteien unterschiedliche Standpunkte vertreten. Die FPÖ kritisiert das gesamte Paket, während die Grünen vor allem die Einschränkungen der Altersteilzeit anprangern.