Greta Thunberg verlässt Israel nach Ausweisung: Schock für Aktivisten!

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Greta Thunberg verlässt Israel nach der Ausweisung und dem gescheiterten Hilfseinsatz der "Madleen" für den Gazastreifen.

Greta Thunberg verlässt Israel nach der Ausweisung und dem gescheiterten Hilfseinsatz der "Madleen" für den Gazastreifen.
Greta Thunberg verlässt Israel nach der Ausweisung und dem gescheiterten Hilfseinsatz der "Madleen" für den Gazastreifen.

Greta Thunberg verlässt Israel nach Ausweisung: Schock für Aktivisten!

Greta Thunberg hat Israel nach ihrer Ausweisung verlassen und kehrte mit einem Linienflugzeug zurück, berichtet [oe24].

Die Umweltaktivistin war Teil einer Gruppe von Aktivisten, die mit dem Solidaritätsschiff „Madleen“ Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen wollten. Das Schiff wurde jedoch am Montagmorgen von der israelischen Armee etwa 200 Kilometer vor der Küste des Gazastreifens in internationalen Gewässern gestoppt, bevor es in die Hafenstadt Ashdod eingelaufen ist. An Bord der „Madleen“ befanden sich Aktivisten aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, der Türkei und Brasilien.

Die Mission der „Madleen“

Laut Berichten habe die „Madleen“ am 1. Juni 2025 von Catania, Italien, abgelegt, um die Blockade Israels herauszufordern. Thunberg und ihre Mitstreiter hatten Babynahrung und medizinische Güter an Bord, um diese nach Gaza zu bringen. Die Blockade humanitärer Hilfe durch Israel ist inzwischen international in die Kritik geraten, da Hilfsorganisationen vor einer drohenden Hungersnot warnen. Während der letzte Beschluss der israelischen Regierung auch eine Ausweitung der militärischen Offensive in Gaza vorsah, wurde der Zugang zu wichtigen Hilfsgütern seit etwa drei Monaten stark eingeschränkt.

Während des Aufenthalts auf dem Schiff erhielt die Gruppe einen Notruf von einem in Schwierigkeiten geratenen Boot, was zu einer kurzfristigen Routenänderung führte, berichtet [Newsweek]. Die Aktivisten setzten alles daran, das in Not geratene Boot zu erreichen, bevor sie ihre ursprüngliche Route nach Gaza wiederaufnahmen.

Widerstand gegen die Blockade

Die Blockade des Gazastreifens, die bereits seit der Machtübernahme der Hamas im Jahr 2007 besteht, wurde von Israel zuletzt nochmals verschärft. Verteidigungsminister Israel Katz äußerte kritische Bemerkungen über die Aktivisten und deren Weigerung, ein Video über die Gräueltaten der Hamas zu sehen. Israel rechtfertigte den Stopp des Schiffs mit der Sperrung der dortigen Zone für nicht autorisierte Schiffe. Das Vorgehen sei selbst ohne Zwischenfälle verlaufen.

Die humanitäre Situation in Gaza hat sich unter den erschwerten Bedingungen weiter verschlechtert. Laut dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) leidet die Zivilbevölkerung unter ständigen Vertreibungen und dem Entzug humanitärer Hilfe. Die medizinische Versorgung in den Spitälern ist stark gefährdet, da wichtige Vorräte fehlen und die Situation zu einer erhöhten Krankheitsgefahr führt, wie in einer Pressemitteilung des IKRK ausgeführt wird. Die Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen hat die Lage weiter verschärft. Die Blockade hat dazu geführt, dass Hilfsorganisationen wie das IKRK nur eingeschränkt arbeiten können.

Die humanitäre Lage könnte weiterhin eskalieren, wenn keine sofortigen Maßnahmen getroffen werden, um die Zivilbevölkerung zu unterstützen. Der Druck auf die israelische Regierung wächst insbesondere angesichts der anhaltenden Kämpfe und der hohen Zahl an Toten im Gazastreifen, die seit Beginn des Konflikts vor 20 Monaten über 54.900 Palästinenser betragen.

Die Aktivisten der „Madleen“ wurden am Flughafen von Konsuln ihrer Heimatländer empfangen. Das Bündnis Freedom Flotilla Coalition fordert die sofortige Freilassung aller Freiwilligen und die Rückgabe der Hilfsgüter. Trotzdem bleibt die humanitäre Lage in Gaza angespannt, und die Zukunft dieser Mission bleibt ungewiss.