Chaos in Madagaskar: Soldaten schließen sich Protesten gegen Präsident Rajoelina an!

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In Madagaskar protestieren Tausende gegen die Regierung Rajoelina, fordern bessere Lebensbedingungen und ein Ende der Gewalt.

In Madagaskar protestieren Tausende gegen die Regierung Rajoelina, fordern bessere Lebensbedingungen und ein Ende der Gewalt.
In Madagaskar protestieren Tausende gegen die Regierung Rajoelina, fordern bessere Lebensbedingungen und ein Ende der Gewalt.

Chaos in Madagaskar: Soldaten schließen sich Protesten gegen Präsident Rajoelina an!

In Madagaskar eskalieren die Proteste gegen die Regierung von Präsident Andry Rajoelina weiter. Diese Bewegungen wurden durch anhaltende Stromausfälle von über zwölf Stunden täglich und Wasserproblemen ausgelöst und begannen vor mehr als zwei Wochen. Laut der Kleinen Zeitung hat die Polizei Blendgranaten und Tränengas eingesetzt, um die Demonstranten aufzulösen, während in der Hauptstadt Antananarivo Tausende, einschließlich junger Menschen, aus der Bildungsschicht und Bewohner aus Arbeitervierteln, zusammenkamen.

Die Proteste, die zunächst friedlich begannen, weiteten sich rasch auf mehrere Städte aus und sind von plötzlichen Gewaltausbrüchen geprägt. Sicherheitskräfte setzten nicht nur Tränengas ein, sondern auch Gummigeschosse und möglicherweise scharfe Munition. Am Abend des 11. Oktober 2025 bestätigte die UN, dass seit Beginn der Unruhen mindestens 22 Menschen getötet und über 100 verletzt wurden, obwohl die Regierung diese Zahlen zurückweist. Diese Einschätzung wird auch von n-tv unterstützt, das über Plünderungen und gewaltsame Zusammenstöße berichtet.

Die Protestbewegung „Gen Z“

Die Protestbewegung, bekannt als „Gen Z“, fordert umfassende Reformen, einschließlich des Rücktritts von Rajoelina sowie der Auflösung des Senats, des Verfassungsgerichts und der Wahlkommission. Dieses Engagement wird hauptsächlich von jungen Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren getragen, die sich gegen die Misswirtschaft und Korruption aussprechen. Sie sehen in den Protesten ein Vorbild an Ländern wie Nepal, wo Regierungschefs nach ähnlichen Aufständen zurücktraten.

Rajoelina, der 2009 nach einem Putsch an die Macht kam und 2023 gegen eine boykottierende Opposition wiedergewählt wurde, reagierte auf die Proteste, indem er seine Regierung entließ. Premierminister Christian Ntsay und die Kabinettsmitglieder blieben jedoch vorübergehend im Amt, was die Erwartungen der Demonstranten nicht erfüllte. In einer Erklärung zeigte Rajoelina „Mitgefühl für die Opfer“ und entschuldigte sich für die unzureichende Regierungsarbeit. Dies berichtet Tagesschau.

Lebensbedingungen und Armut

Die Lebensbedingungen in Madagaskar sind angespannt. Obwohl die Insel für ihre reichen Rohstoffe bekannt ist, gehört sie zu den ärmsten Ländern der Welt, wobei fast 75% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt. Seit Rajoelinas Amtsantritt 2019 ist die Armut gestiegen, und die Grundversorgung mit Strom und Trinkwasser hat sich drastisch verschlechtert. Diese Missstände haben zur Wut der Bevölkerung und zu den anhaltenden Protesten beigetragen.

Ein weiterer Faktor, der die Spannungen anheizt, sind Berichte über die gewaltsame Reaktion der Sicherheitskräfte, die vom UN-Menschenrechtskommissar scharf kritisiert wurden. Auch wurden einige Demonstranten und oppositionelle Abgeordnete festgenommen, was die Kluft zwischen der Regierung und der Bevölkerung weiter vergrößert.