Frauenpower im Konzert: Neujahrskonzerte der Komponistinnen in Wien!
Am 30. und 31. Dezember 2025 finden in Wien und Salzburg weiblich geprägte Neujahrskonzerte mit vielfältigen Werken statt.

Frauenpower im Konzert: Neujahrskonzerte der Komponistinnen in Wien!
Am 26. Dezember 2025 bietet das kulturelle Leben in Wien und Salzburg einige spannende Highlights, die die Rolle von Komponistinnen in den Fokus rücken. Vor zwei Jahren wurde im Ehrbar Saal das erste „Neujahrskonzert der Komponistinnen“ ins Leben gerufen, konzipiert von Irene Suchy. Diese Initiativen stehen beispielhaft für einen zunehmenden Fokus auf Geschlechterparität in der Musik.
In diesem Jahr wird das Ensemble F am 30. Dezember im Brahms-Salon in Wien und am 31. Dezember im Kapitelsaal in Salzburg auftreten. Das Konzert, das von Irene Suchy moderiert wird, beginnt mit Josefine Weinlichs „Frauen-Emanzipations-Marsch“ und schließt mit ihrem Walzer „Freie Gedanken“. Des Weiteren umfasst das Programm unter anderem Walzer von Leopoldine Blahetka, Teresa Carreño und Henriette Fahrbach sowie zwei Wienerlieder von Mathilde Kralik und einen Tango von Melissa Coleman. Auch Johann Strauss Vaters Flora-Quadrille ist Teil des Programms.
Fokus auf Geschlechterparität und Vielfalt
Das „3. Neujahrskonzert der Komponist:innen“ findet im Wiener Ehrbar Saal statt und wird von der neu gegründeten Ehrphilharmonie Wien begleitet, die von Andrea Götsch, einem Mitglied der Wiener Philharmoniker, geleitet wird. Dieses Orchester stellt die musikalische Vielfalt und das Verbindende in der Musik in den Vordergrund. Dirigentin Andrea Götsch hebt die Relevanz der Geschlechterparität im Programm hervor, in dem Werke von Josephine Weinlich, Johanna Doderer, Alma Deutscher und Mitra Kotte präsentiert werden. Das Konzert findet am 1. Jänner 2026 um 15 Uhr statt.
Auf dem Programm des Neujahrskonzerts 2026 stehen Werke aus verschiedenen Epochen, mit dem Ziel, musikalische Vielfalt über Geschlechter und Stile hinweg zu fördern. Angeführt von der Pianistin Mitra Kotte und der Dirigentin Andrea Götsch bringt die Ehrphilharmonie Wien Werke von Komponisten wie Maria Theresia Paradis, Constanze Geiger, Eduard Strauss und Ludwig van Beethoven zum Vortrag.
Historischer Kontext zur Rolle von Frauen
Die Sichtweise auf Frauen in der Musik hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert. Das Forschungsfeld „Frauen in der Musik“ hat seit den 1970er Jahren an Bedeutung gewonnen, zumal die Beiträge von Komponistinnen und Musikerinnen oft übersehen wurden. Historische Komponistinnen wie Élisabeth-Claude Jacquet de La Guerre fanden in einer von Männern dominierten Welt der Musik nur selten Anerkennung.
Das Schaffen von Frauen war zu jeder Zeit präsent, doch erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts erlangten sie die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt. Heutige Veranstaltungen wie die Neujahrskonzerte dienen nicht nur der musikalischen Feier, sondern tragen auch zur Sichtbarkeit von Künstlerinnen bei, was von der Dirigentin Andrea Götsch als wichtiges Zeichen für die künstlerische Entwicklung und Chancengleichheit gewertet wird.
Mit einem abwechslungsreichen Programm und der Betonung auf Vielfalt reflektieren die anstehenden Konzerte den Wandel in der Wahrnehmung von Frauen in der Musik. Diese trendsetzenden Initiativen sind ein Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit und Chancengleichheit in einem Bereich, der historisch gesehen von Ungleichheit geprägt war.
Für weitere Informationen suchen Sie die Websites der Veranstaltungen: Kleine Zeitung, Ehrbar Saal und die allgemeine Wissensbasis auf Wikipedia.