Entbürokratisierung im Tourismus: Österreich macht den Weg frei!

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Ein neues Entbürokratisierungspaket der Bundesregierung zielt darauf ab, bürokratische Lasten im österreichischen Tourismus zu reduzieren.

Ein neues Entbürokratisierungspaket der Bundesregierung zielt darauf ab, bürokratische Lasten im österreichischen Tourismus zu reduzieren.
Ein neues Entbürokratisierungspaket der Bundesregierung zielt darauf ab, bürokratische Lasten im österreichischen Tourismus zu reduzieren.

Entbürokratisierung im Tourismus: Österreich macht den Weg frei!

Am 3. Dezember 2025 wurde im Ministerrat ein umfassendes Entbürokratisierungspaket beschlossen, welches die zentrale Forderung der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) aufgreift. Susanne Kraus-Winkler, die Obfrau der Bundessparte, äußerte sich positiv über die Maßnahmen, die vor allem kleine und mittlere Tourismus- und Freizeitbetriebe entlasten sollen. Ein zentrales Ziel ist die spürbare Reduktion bürokratischer Auflagen, die in der Branche oft als Hindernis für die Wettbewerbsfähigkeit wahrgenommen werden.

Die durch das Paket vorgesehenen Maßnahmen umfassen unter anderem die Verlängerung der Grace Period, die Vereinfachung der Preisauszeichnung für Beherbergungsbetriebe, sowie die Einführung eines digitalen Gästeblatts. Außerdem wird ein Grundsatz eingeführt, der das Motto „Beraten statt Strafen“ betont. Kraus-Winkler hebt hervor, dass der Abbau bürokratischer Lasten ein kontinuierlicher Prozess sei und kündigt weitere Schritte an, um die Situation in der Branche zu verbessern.

Maßnahmen zur Entlastung im Tourismussektor

Georg Imlauer, der Obmann der Hotellerie, begrüßt diese neuen Regelungen, fordert jedoch zusätzliche Präzisierungen. Insbesondere müsse sichergestellt werden, dass die digitalen Gästeblätter die Meldeverpflichtungen gegenüber den Gemeinden und Statistik Austria vereinfachen. Imlauer spricht sich auch dafür aus, dass private Vermieter registrierungspflichtig werden und die Rechtslage zur Preisauszeichnung klarer geregelt wird, insbesondere in Bezug auf Provisionen, die durch Vermittlungsplattformen entstehen können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Entbürokratisierungspakets ist die Einführung einer unbürokratischen Aushilfskräfteregelung, die über eine App-Anmeldung erfolgen soll. Dies würde besonders kleinen Betrieben helfen, ihren Personalbedarf flexibel und schnell zu decken.

Weitere bürokratische Entlastungen in Österreich

Laut einer aktuellen MARKET-Studie empfinden 50 % der Unternehmen, insbesondere in der Tourismusbranche, einen starken bürokratischen Aufwand. UnternehmerInnen verbringen durchschnittlich neun Stunden pro Woche mit administrativen Aufgaben. Forscher der Wirtschaftskammer haben zudem festgestellt, dass 89 % der Tourismusbetriebe weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigen. Das erhöht die Auswirkungen bürokratischer Prozesse erheblich.

Um die Wettbewerbsfähigkeit in diesem Bereich zu stärken, wird ein umfassendes Entbürokratisierungspaket gefordert, das zahlreiche Bereiche wie das Betriebsanlagenrecht, wiederkehrende Prüf- und Dokumentationspflichten sowie die Nostrifizierung ausländischer Qualifikationen umfasst.

Zusammengefasst ist es das klare Ziel der Bundesregierung sowie der Interessenvertretungen, die bürokratischen Belastungen zu reduzieren und die Effizienz der österreichischen Tourismusbetriebe maßgeblich zu steigern. Die Gespräche und Maßnahmen sind weiterhin am Laufen, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Umsetzung dieser Vorschläge auf die Branche auswirken wird.

Für detailliertere Informationen zu den Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft können folgende Quellen konsultiert werden: OTS, Kurier, WKO.