Wien verliert Kulturschatz: De La Salle schließt nach Jahren der Krise!

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Katholische Privatschule De La Salle in Wien schließt 2026 wegen finanzieller Engpässe und sinkender Schülerzahlen.

Katholische Privatschule De La Salle in Wien schließt 2026 wegen finanzieller Engpässe und sinkender Schülerzahlen.
Katholische Privatschule De La Salle in Wien schließt 2026 wegen finanzieller Engpässe und sinkender Schülerzahlen.

Wien verliert Kulturschatz: De La Salle schließt nach Jahren der Krise!

Die katholische Privatschule De La Salle in Wien-Währing wird nach dem aktuellen Schuljahr schließen. Die Entscheidung wurde vor dem Hintergrund finanzieller Engpässe und erheblicher Infrastrukturprobleme getroffen, die die Schulleitung seit Jahren beobachten musste. Wie Kosmo berichtet, sind die Schülerzahlen kontinuierlich gesunken, was die finanzielle Situation weiter verschärft hat.

Für das laufende Schuljahr werden keine Neuanmeldungen mehr angenommen. Die Schulleitung hat jedoch zugesichert, dass der Unterricht und die Nachmittagsbetreuung bis zum Ende des Schuljahres ohne Einschränkungen weiterlaufen werden. Sie äußert Bedauern über die Schließung und plant eine enge Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Betreuungspersonal, um den Ablauf bis zur endgültigen Schließung so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Hintergründe zur Bildungslandschaft

Diese Entscheidung ist nicht nur ein isoliertes Ereignis, sondern reiht sich in die Herausforderungen ein, mit denen viele Bildungseinrichtungen in Österreich konfrontiert sind. Laut einem Bericht von schule.at sind die Zahl der Schulsuspendierungen in den letzten Jahren gestiegen, was auf komplexe gesellschaftliche Veränderungen hinweist.

Veränderungen in familiären Strukturen, soziale Ungleichheiten und der Einfluss digitaler Medien beeinträchtigen das soziale Klima in Schulen. Zudem hat die COVID-19-Pandemie bestehende Probleme bei Kindern und Jugendlichen verschärft. Isolation, Angstzustände und soziale Desintegration sind nur einige der Auswirkungen, die sich negativ auf das Lernumfeld auswirken. Bildungseinrichtungen leiden oft unter begrenzten Ressourcen, was die Situation weiter verschärft.

Die langanhaltende Wirksamkeit von Suspendierungen ist umstritten. Oft führen diese Maßnahmen dazu, dass mehrfach suspendierte Lernende den schulischen Anschluss verlieren. Wie die Bildungsdirektion Steiermark mitteilt, wird ab dem Schuljahr 2024/25 ein Pilotprojekt initiiert, das sich der Unterstützung suspendierter Lernender widmet. Dieses Projekt soll umfassende Betreuung mit pädagogischen und therapeutischen Elementen bieten.

Der Weg nach vorn

Das Ziel dieses Projekts ist eine ganzheitliche Unterstützung, die Reflexion, Verhaltensanalyse und therapeutische Begleitung umfasst. Erste wissenschaftliche Begleitstudien sollen die Wirksamkeit des Ansatzes evaluieren. In Anbetracht der steigenden Zahlen von Schulsuspendierungen stellt dieses Projekt eine wichtige Maßnahme dar, um die Nachteile solcher Sanktionen zu mildern und nachhaltige Lösungen zu schaffen.

Während die Schließung der Schule De La Salle in Wien-Währing einen schmerzhaften Moment in der Bildungslandschaft darstellt, stehen die Akteure vor der Herausforderung, die Integration und Resilienz des gesamten Bildungssystems in Österreich zu verbessern. Die Entwicklungen sind eine Erinnerung daran, keine isolierten Lösungen anzustreben, sondern integrative Ansätze zu fördern, die der Vielzahl an Herausforderungen gerecht werden, vor denen die Schulen derzeit stehen.