Gericht bestätigt: ORF entlässt Journalistin unrechtmäßig!
Sonja Sagmeister gewinnt vor dem OLG Wien gegen ORF: Kündigung unrechtmäßig, juristische Auseinandersetzung geht weiter.

Gericht bestätigt: ORF entlässt Journalistin unrechtmäßig!
Am 6. November 2025 hat die langjährige ORF-Journalistin Sonja Sagmeister, 50, einen wichtigen Rechtsstreit gegen den Österreichischen Rundfunk (ORF) gewonnen. Das Oberlandesgericht Wien (OLG) bestätigte die Entscheidung des Wiener Arbeits- und Sozialgerichts, das die Kündigung Sagmeisters als unrechtmäßig einstufte. Dies ist ein bedeutsames Urteil in einem Fall, der nicht nur rechtliche, sondern auch journalistische Freiheit in den Fokus rückt.
Laut oe24.at wies das OLG die Berufung des ORF ab und stellte fest, dass die Kündigung auf einer sogenannten Motivkündigung basierte, die mit Sagmeisters widerständigem Verhalten zusammenhing. Besondere Aufmerksamkeit erregte das Interview, das sie im Oktober 2022 mit dem damaligen Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) führte. Sagmeister stellte Fragen, die über den framengebenden Themenrahmen hinausgingen, um ihre journalistische Unabhängigkeit zu wahren.
Kündigung und gerichtliche Auseinandersetzungen
Nach dem besagten Interview wurde Sagmeister laut eigener Aussage intern in das sogenannte „Todesarchiv“ versetzt, wo Nachrufe vorbereitet werden. Kurze Zeit später folgte die Kündigung, die vom ORF mit nicht ordnungsgemäß gemeldeten Nebenbeschäftigungen und der Behauptung möglicher Befangenheit begründet wurde. Das Gericht stellte jedoch fest, dass der wahre Grund für die Kündigung in dem Konflikt um das Interview zu suchen sei, was eine Kündigung aus unzulässigem Motiv darstelle.
Trotz der Niederlage prüft der ORF bereits weitere rechtliche Schritte gegen das Urteil. Zudem kündigte Sagmeister an, gegen ihre zweite Kündigung vorzugehen, wobei die erste Verhandlung dazu am 7. November vor dem Arbeits- und Sozialgericht in Wien stattfinden wird.
Kontext und Auswirkungen
Die Entscheidung des OLG hat nicht nur für Sagmeister individuelle Bedeutung, sondern könnte auch weitreichende Folgen für die Arbeitsverhältnisse von Journalisten im ORF und deren journalistische Freiheit haben. Die Meinungsfreiheit steht im Zentrum dieser rechtlichen Auseinandersetzung, die auch kritisch betrachtet werden muss angesichts der Herausforderungen, die Journalisten im heutigen politischen Klima begegnen.
Sonja Sagmeister hat sich in den letzten Jahren als engagierte Journalistin profiliert und bleibt ein wichtiges Beispiel für den Kampf um die Unabhängigkeit der Medien. Gleichzeitig soll die Thematik der Freiheit der Presse nicht in den Hintergrund treten. Die Entscheidung des OLG ist ein Signal und könnte Stimmen ermutigen, sich gegen ungerechtfertigte Kündigungen und fordernde Arbeitsbedingungen zu wehren.
In einem anderen Bereich stellt Apple aktuell Herausforderungen für Nutzer von WhatsApp Web dar. Ein Artikel auf TechTudo weist darauf hin, dass es beim Laden von Nachrichten Verbindungsprobleme geben kann. Die erste Empfehlung zur Behebung dieses Problems ist, WhatsApp Web vollständig vom Handy zu trennen und sich erneut anzumelden, indem der QR-Code gescannt wird. Für Android-Nutzer wird außerdem geraten, den Cache der WhatsApp-Anwendung zu leeren.
Die Entwicklungen rund um Sonja Sagmeister und ihre gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem ORF bieten eine kritische Perspektive auf die Herausforderungen, mit denen Journalisten konfrontiert sind, während gleichzeitig technische Probleme in alltäglichen Anwendungen wie WhatsApp Web die Nutzererfahrungen beeinflussen. Beide Themen erinnern uns daran, dass Freie Meinungsäußerung und digitale Kommunikation ständig in Bewegung sind.