Amoklauf in Schule: Eltern fordern Staat zur Verantwortung!
Nach einem Amoklauf an einer Schule am 11.11.2025 fordern Eltern rechtliche Schritte gegen den Staat wegen versäumter Sicherheitsmaßnahmen.

Amoklauf in Schule: Eltern fordern Staat zur Verantwortung!
Am 11. November 2025 erschütterte ein Amoklauf an einer Schule die Öffentlichkeit, als ein 21-jähriger ehemaliger Schüler neun Schüler und eine Lehrerin tötete. Der Täter hatte den rechtmäßigen Besitz seiner Waffen erlangt, obwohl er zuvor bei einer Stellungsprüfung des Bundesheeres aus psychologischen Gründen als untauglich für den Waffendienst bewertet wurde. Kleine Zeitung berichtet, dass die Eltern der Getöteten nun rechtliche Schritte gegen den Staat in Erwägung ziehen.
Die Juristin Prutsch-Lang hat kritisiert, dass das Bundesheer ein bekanntes, sicherheitsrelevantes Gutachten nicht an die zuständige Waffenbehörde weitergegeben hat. Das Bundesheer berief sich auf datenschutzrechtliche Gründe, was Prutsch-Lang als schuldhafte Amtspflichtverletzung beurteilt. Ein Aufforderungsschreiben zur Einleitung einer Klage steht bereits bereit, muss jedoch noch von zwei Eltern unterschrieben werden, bevor es an die Finanzprokuratur gesendet werden kann.
Rechtliche Basis und Vorwürfe
Die geplante Klage vonseiten der Eltern stützt sich auf das Heeresgutachten und einen Test, der von der Bezirkshauptmannschaft durchgeführt wurde. Das Gericht könnte die Ausstellung einer Waffenbesitzkarte durch die Bezirksverwaltungsbehörde als rechtswidrig und schuldhaft einstufen. Zudem wurde die Entscheidung über den Waffenschein ausschließlich auf einem als ungeeignet erachteten Multiple-Choice-Test basiert, wobei versäumt wurde, weitere Erhebungen durchzuführen oder den Test kritisch zu hinterfragen.
Diese Tragödie wirft fundamental Fragen über die Sicherheitsvorkehrungen und die Verantwortlichkeiten der Behörden auf, insbesondere in Bezug auf die Einschätzung von psychischen Zuständen und deren Auswirkungen auf den Waffenbesitz. Die Eltern sind entschlossen, Gerechtigkeit für ihre Kinder zu fordern und setzen auf die rechtlichen Möglichkeiten, um einen Präzedenzfall zu schaffen.
Öffentliche Reaktion und kommende Schritte
Die Reaktionen auf den Amoklauf und die bevorstehende Klage sind gemischt, wobei viele die Notwendigkeit nachdrücklich betonen, die bestehenden Gesetze und Verfahren zu überdenken. In Anbetracht der massiven Tragweite der Ereignisse wird erwartet, dass die Diskussion über den verantwortlichen Umgang mit Waffenbesitz und die psychologische Evaluierung von Antragstellern intensiviert wird.
Die Unterstützung für die betroffenen Familien wird in der Gemeinschaft großgeschrieben, und zahlreiche Initiativen werden ins Leben gerufen, um den Trauernden beizustehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich der juristische Prozess entwickeln wird und welche Konsequenzen er für zukünftige Regelungen haben könnte.