Schwedischer Milliardär kauft Lukoils riesiges Ölimperium!
Lukoil verkauft sein internationales Vermögen an Gunvor, einen schwedischen Händler, bedingt durch westliche Sanktionen.

Schwedischer Milliardär kauft Lukoils riesiges Ölimperium!
Russlands Ölgigant Lukoil zieht sich vollständig aus dem Auslandsgeschäft zurück und hat einen milliardenschweren Verkauf seiner ausländischen Vermögenswerte an den schwedischen Energiehändler Gunvor abgeschlossen. Der Deal, der unter westlicher Sanktionen stattfindet, markiert einen bedeutenden Schritt für das Unternehmen, das aufgrund der geopolitischen Lage eingeschränkt wurde.
Die Transaktion umfasst nicht nur eine Vielzahl von Vermögenswerten, sondern auch strategisch wichtige Beteiligungen, darunter das irakische Ölfeld West Qurna 2, an dem Lukoil 75 Prozent hält. Dieses Feld hatte im April eine Förderleistung von über 480.000 Barrel täglich. Weitere wichtige Assets sind die Lukoil Neftohim Burgas Raffinerie in Bulgarien und die rumänische Raffinerie Petrotel, die zusammen ein bedeutendes Standbein in der Ölverarbeitung in Europa bilden.
Details zum Verkauf
Zu den umfassenden Verkaufsbedingungen gehört der Transfer von 45 Tankstellen in Kroatien, die im Vorjahr einen Umsatz von 339 Millionen Euro bei einem Gewinn von 6,1 Millionen Euro erwirtschafteten. In Serbien betreibt Lukoil insgesamt 112 Tankstellen und beschäftigt dort etwa 180 Mitarbeiter direkt, zusätzlich arbeiten rund 800 Personen über Partnernetzwerke für das Unternehmen.
Gunvor, welches von Torbjorn Tornkvist geleitet wird, hat seine Wurzeln im Jahr 2000 und zählt heute zu einem der führenden Händler für Energieträger. Tornkvist hat über 40 Jahre Erfahrung in der Öl- und Gasbranche. Interessanterweise war Gunvor in den 2000er Jahren der größte Händler für russisches Öl. Der Deal könnte durch die US-amerikanische Behörde Office of Foreign Assets Control genehmigt werden, wobei Lukoil betont, dass der Abschluss eines rechtsverbindlichen Vertrages erst nach Erfüllung aller Genehmigungsbedingungen erfolgen kann.
Geopolitischer Kontext
Der Rückzug von Lukoil aus dem internationalen Geschäft ist eine direkte Reaktion auf die von Washington verhängten Sanktionen, die aufgrund des Ukraine-Kriegs gegen russische Unternehmen wie Lukoil für erhebliche Erschwernisse gesorgt haben. Laut Berichten hat das US-Finanzministerium eine Lizenz erteilt, die es Unternehmen erlaubt, bis zum 21. November laufende Transaktionen mit Lukoil und Rosneft abzuwickeln.
Diese Maßnahme stellt die bedeutendste Reaktion eines russischen Unternehmens auf die seit 2022 zunehmenden internationalen Sanktionen dar. Die Lukoil International GmbH, die die ausländischen Vermögenswerte kontrolliert, wird im Zuge des Verkaufs ebenfalls übergeben. Lukoil selbst ist laut den jüngsten Statistiken für etwa 2 % der globalen Ölproduktion verantwortlich und ist unter den größten Ölunternehmen in Russland platziert, hinter Rosneft und Gazprom.
Mit dieser strategischen Neuausrichtung hat Lukoil nicht nur seine Außenbeziehungen radikal verändert, sondern zeigt auch, wie stark die geopolitischen Spannungen die Bewegungen in der globalen Ölindustrie beeinflussen.
Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie Kosmo oder CNN besuchen. Eine umfassende Übersicht über Lukoil finden Sie auch auf Wikipedia.