Zuwanderer in Österreich: Gut ausgebildet, aber oft unterbeschäftigt!

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Der OE24-Artikel analysiert die Bildung und Integration von Zuwanderern in Österreich am 3.12.2025, basierend auf OECD-Daten.

Der OE24-Artikel analysiert die Bildung und Integration von Zuwanderern in Österreich am 3.12.2025, basierend auf OECD-Daten.
Der OE24-Artikel analysiert die Bildung und Integration von Zuwanderern in Österreich am 3.12.2025, basierend auf OECD-Daten.

Zuwanderer in Österreich: Gut ausgebildet, aber oft unterbeschäftigt!

In Österreich zeigt sich, dass Zuwanderer überdurchschnittlich gut ausgebildet sind, häufig jedoch unter ihrer Qualifikation arbeiten. Dies liegt vor allem an nicht anerkannten ausländischen Abschlüssen, wie oe24.at berichtet. Ein aktuelles OECD-Papier zum „Stand der Integration von Zugewanderten“ beleuchtet diese Thematik und analysiert verschiedene Studien und Erhebungen dazu.
Etwa ein Fünftel der Gesamtbevölkerung in Österreich und ein Viertel der erwerbsfähigen Personen sind Zuwanderer. Die Integrationsergebnisse können als positiv gewertet werden, was sich durch hohe Investitionen in Integrationsmaßnahmen erklärt.

Die Teilnahme an Sprachkursen unter Zugewanderten aus Nicht-EU-Ländern ist im internationalen Vergleich hoch. Zudem hat die Erwerbstätigenquote von Zugewanderten in Österreich einen Rekordwert erreicht; sie liegt leicht über dem EU-Durchschnitt. Trotz dieser positiven Entwicklung zeigt sich eine hohe Arbeitslosenquote von etwa 18 Prozent unter gering qualifizierten Zugewanderten aus EU- und Nicht-EU-Ländern, was eine der höchsten in Europa darstellt.

Herausforderungen der Integration

Ein signifikanter Teil der Zugewanderten arbeitet als Hilfsarbeitskräfte und ist häufig überqualifiziert. Während der Anteil der Zuwanderungsbevölkerung mit hohem Bildungsniveau den der im Inland geborenen Bevölkerung übersteigt, haben nur etwa ein Viertel der Zugewanderten einen Tertiärabschluss. Nur sechs Prozent der Zugewanderten aus Nicht-EU-Ländern besitzen lediglich einen Pflichtschul-Abschluss, was im Vergleich zu Deutschland, Belgien und den Niederlanden deutlich niedriger ist.

Darüber hinaus arbeiten 62 Prozent der erwerbstätigen Zugewanderten mit österreichischem Tertiärabschluss in hochqualifizierten Berufen. Bei den erwerbstätigen Zugewanderten aus einem anderen EU-Land sind es 48 Prozent, aus einem Nicht-EU-Land nur 27 Prozent. Besonders auffällig ist der niedrige Anteil der Teilnahme weiblicher Zuwanderer am Arbeitsmarkt; fast doppelt so viele sind unfreiwillig nicht erwerbstätig im Vergleich zu inländischen Frauen. Ein Drittel der nicht erwerbstätigen Frauen gibt familiäre Gründe für ihre Situation an.

Sozioökonomischer Status und Bildungsbarrieren

55 Prozent der Zuwandernden im erwerbsfähigen Alter leben in dicht besiedelten Gebieten, im Vergleich zu 25 Prozent der inländischen Bevölkerung. Zudem leben 28 Prozent der Zugewanderten in überbelegten Wohnungen, während es bei in Österreich geborenen Personen nur sechs Prozent sind. Der niedrigere sozioökonomische Status der Zugewanderten hat auch Auswirkungen auf die Bildung ihrer Kinder. Nur ein Drittel der Jugendlichen mit zugewanderten Eltern erreicht ein höheres Bildungsniveau als ihre Eltern, was den niedrigsten Anteil unter den Hauptzielländern darstellt. Schülerinnen und Schüler mit zugewanderten Eltern schneiden in der PISA-Studie schlechter ab als in vielen anderen Staaten.

Die Migrationsberichte und Statistiken, die beispielsweise vom Bundesministerium des Innern und für Heimat in Deutschland veröffentlicht werden, bieten umfassende Daten zu Wanderungsbewegungen in Europa. Sie thematisieren auch die Integration von Migranten und Flüchtlingen ins Bildungssystem sowie Herausforderungen in der sozialen Integration. Die nationale Integrationspolitik steht vor der Aufgabe, effektive Maßnahmen zur Bildungsförderung und allgemeinen Integration zu gestalten, um zukünftige Generationen bessere Chancen zu bieten, wie auf bildungsserver.de verdeutlicht wird.