Nachhaltige Menstruation: Weniger Müll dank wiederverwendbarer Produkte!

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Wiederverwendbare Menstruationsprodukte bieten umweltfreundliche Alternativen, reduzieren Abfall und schonen Ressourcen. Erfahren Sie mehr über nachhaltige Lösungen und deren Vorteile.

Wiederverwendbare Menstruationsprodukte bieten umweltfreundliche Alternativen, reduzieren Abfall und schonen Ressourcen. Erfahren Sie mehr über nachhaltige Lösungen und deren Vorteile.
Wiederverwendbare Menstruationsprodukte bieten umweltfreundliche Alternativen, reduzieren Abfall und schonen Ressourcen. Erfahren Sie mehr über nachhaltige Lösungen und deren Vorteile.

Nachhaltige Menstruation: Weniger Müll dank wiederverwendbarer Produkte!

Die Verwendung von Menstruationsprodukten ist mit erheblichen Umweltfolgen verbunden. Herkömmliche Produkte wie Tampons und Binden sind Einwegartikel, die weltweit zu Millionen von Tonnen Abfall führen. Viele dieser Produkte enthalten Kunststoff, der sich über Hunderte von Jahren zersetzen muss, wobei massive Mengen an Mikroplastik in die Umwelt gelangen können. Die Initiative „natürlich weniger Mist“ hat sich zum Ziel gesetzt, über abfallarme Menstruationsalternativen aufzuklären und einen bewussteren Umgang mit Ressourcen zu fördern. Sie informiert über wiederverwendbare Menstruationsprodukte und deren Vorteile. Laut der Initiative werden von der ersten bis zur letzten Periode pro Person rund 16.800 Einwegprodukte benötigt, was die Abfallproblematik weiter verschärft.

Die Vorteile der Verwendung wiederverwendbarer Menstruationsprodukte sind vielfältig. Sie helfen nicht nur, Abfall zu reduzieren, sondern bieten auch den sozialen Vorteil, dass sie kostengünstiger sind und so auch Menschen mit geringem Einkommen zugutekommen können. Wiederverwendbare Optionen umfassen unter anderem Stoffbinden, Menstruationstassen und -scheiben sowie waschbare Periodenunterwäsche. Diese Produkte bestehen häufig aus hautfreundlichen Materialien wie Bio-Baumwolle, wodurch auch die Belastung durch chemische Stoffe minimiert wird.

Umweltfreundliche Alternativen

Zusätzlich zu den wiederverwendbaren Produkten gibt es auch biologisch abbaubare Einwegprodukte, die aus umweltfreundlicheren Materialien bestehen, jedoch oft teurer sind. Die meisten herkömmlichen Periodenprodukte enthalten bedenkliche Inhaltsstoffe und sind in der EU nicht gekennzeichnet. Diese Situation verdeutlicht die Notwendigkeit von Aufklärung und Entstigmatisierung rund um das Thema Menstruation, das häufig als gesellschaftliches Tabuthema betrachtet wird. Hier sind insbesondere junge Frauen gefragt, die für einen bewussten Umgang sensibilisiert werden müssen, um informierte Entscheidungen treffen zu können.

Die Umweltauswirkungen von Einwegprodukten sind enorm. Laut Schätzungen werden in der EU jährlich 49 Milliarden Einwegprodukte konsumiert. Einwegprodukte wie Tampons und Binden bestehen zu über 90% aus Plastik und verursachen allein im Vereinigten Königreich jährlich mehr als 200.000 Tonnen Abfall. Diese Produkte verrotten nicht nur langsam, sondern tragen auch zur Emission von CO2 bei. Einwegprodukte produzieren jährlich 245.000 Tonnen CO2-Emissionen, während etwa 80% der in Europa und den USA verwendeten Produkte auf Deponien landen.

Globale Herausforderungen

Die Problematik der Periodenarmut ist ebenfalls omnipräsent. Laut der Weltbank haben 500 Millionen Frauen weltweit keinen Zugang zu Menstruationsprodukten oder geeigneten Einrichtungen. Dies führt zu negativen bildungs- und sozioökonomischen Folgen für betroffene Frauen. Einige Länder haben bereits Maßnahmen ergriffen, um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken. So schaffte Kenia 2004 als erstes Land die Tamponsteuer ab, gefolgt von 48 weiteren Ländern. Schottland stellte 2021 sogar kostenlose Menstruationsprodukte zur Verfügung, während Neuseeland ähnliche Schritte eingeleitet hat.

Die Diskussion über Menstruationsprodukte muss an Fahrt aufnehmen, sowohl in Bezug auf den Zugang als auch auf die Umweltauswirkungen. Aktivisten und Initiativen, die nachhaltige Alternativen zu herkömmlichen Produkten fördern, sind entscheidend für den Wandel. Es ist wichtig, dass Regierungen Maßnahmen ergreifen und die Menstruationsgesundheit priorisieren, um sowohl die Umweltauswirkungen von Einwegprodukten zu reduzieren als auch den Zugang zu akzeptablen und erschwinglichen Menstruationsprodukten zu gewährleisten. Weitere Informationen und Tipps zur Abfallvermeidung in der Menstruation finden Interessierte auf der Website der Initiative „natürlich weniger Mist“ und beim NABU.

Für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Thematik können folgende Quellen gelesen werden: OTS, NABU, und PMC.