Teuerung 2026: Preise für Wohnen und Lebensmittel gehen durch die Decke!
Österreich steht 2026 vor strukturellen Preissteigerungen in Wohnkosten, Energie und Lebensmitteln. Prognosen und Empfehlungen.

Teuerung 2026: Preise für Wohnen und Lebensmittel gehen durch die Decke!
Am 30. Dezember 2025 wird deutlich, dass die Inflation in Österreich auch im kommenden Jahr ein zentrales wirtschaftliches Thema bleibt. Prognosen deuten darauf hin, dass die Preise für Wohnen, Energie, Mobilität und Lebensmittel weiterhin steigen werden. Experten schätzen, dass die Lebensmittelpreise 2026 um 3,2 Prozent zunehmen werden, während die Mieten in mehreren Kategorien, darunter auch die freien ungeschützten Mieten, um bis zu 3,25 Prozent steigen könnten. Diese Entwicklungen treten zusammen mit der Erhöhung der Betriebskostenpauschale um bis zu 10 Prozent auf.
Wie dolomitenstadt.at berichtet, wird auch die Vignette um 2,9 Prozent teurer, und die Ticketpreise der ÖBB steigen um 3,5 Prozent. Besonders dramatisch ist der Anstieg des Klimatickets, das ab dem 1. Januar 2026 auf 1.400 Euro ansteigt und somit eine Erhöhung von 18,7 Prozent verzeichnet. Weitere Preissteigerungen betreffen die Netzentgelte für Strom und Gas, die um 1,3 Prozent bzw. 18,2 Prozent steigen.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die offiziellen Inflationsdaten zeigen, dass die Inflation in Österreich zuletzt bei 4 Prozent lag, während die Eurozone bei 2,1 Prozent liegt. Die Teuerung war in den letzten Jahren ein zentrales Thema, wobei die Inflationsrate 2023 Spitzenwerte von rund 8 Prozent erreichte, sich jedoch 2024 beruhigte. Dennoch bleibt die gefühlte Inflation für viele Haushalte hoch, insbesondere aufgrund der steigenden Preise für Mieten und Lebensmittel. Laut creditanstalt.co.at liegt die Prognose für 2026 zwischen 2,2 und 2,5 Prozent, mit möglichen Szenarien, die von optimistisch bis pessimistisch reichen.
Die aktuellen Inflationserwartungen beeinflussen das Verhalten von Unternehmen und Haushalten und zeigen eine Diskrepanz zwischen der offiziellen und der gefühlten Inflation. Dies wird auch durch die anhaltend hohen Preise für Energie und Lebensmittel verstärkt. Im Jahr 2025 wird die Inflation voraussichtlich zwischen 2,4 und 2,5 Prozent liegen, während die Zentralbank eine Inflationsrate von 2,3 Prozent für das kommende Jahr erwartet.
Kritische Stimmen und Handlungsempfehlungen
Die erhöhte Teuerung hat besonders einkommensärmere Haushalte hart getroffen. Es gibt Forderungen nach politischen Maßnahmen zur Entlastung dieser Gruppen, insbesondere in Bezug auf Mietpreise und Stromkosten. Das Momentum Institut empfiehlt eine Nachschärfung der Mietpreisbremse und eine Begrenzung der Mietzinsanpassungen auf maximal 2 Prozent. Kritiker heben hervor, dass die Maßnahmen der aktuellen Politik als unzureichend angesehen werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der österreichische Markt vor einer anhaltenden Teuerung steht, während die Inflationserwartungen sowohl auf die Haushalte als auch auf Unternehmen einen erheblichen Einfluss haben. Diese Unsicherheit wird sich voraussichtlich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Laut orf.at verzeichnete Österreich in den letzten Monaten einen Anstieg der Verbraucherpreise um 3,3 Prozent, was den höchsten Anstieg seit Mai 2024 darstellt. Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit für Maßnahmen, um den Druck auf die Verbraucher zu verringern.