Zahl der Toten in Gaza steigt: Israel führt Luftangriffe fort!

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Israels Ministerpräsident Netanjahu erklärt, dass alle Kriegsziele erreicht werden sollen, während die Kämpfe in Gaza und im Libanon eskalieren.

Zahl der Toten in Gaza steigt: Israel führt Luftangriffe fort!

In einer besorgniserregenden Eskalation der Gewalt im Nahen Osten haben israelische Luftangriffe im Norden des Gazastreifens nach Berichten mindestens 73 Menschenleben gefordert. Palästinensische Quellen berichten von zahlreichen Verletzten und dabei von einem gezielten Angriff auf einen Wohnkomplex in Beit Lahia. Die israelischen Streitkräfte hingegen hatten nach einer ersten Prüfung dieser Angaben festgestellt, dass die Zahlen übertrieben sind. Die Richtigkeit der Informationen von beiden Seiten bleibt unüberprüfbar, was die bereits angespannte Situation noch heikler macht.

Die israelische Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat in Reaktion auf einen Drohnenangriff, der angeblich der libanesischen Hisbollah zuzuschreiben ist, eine weitere militärische Offensive angekündigt. Netanjahu wies darauf hin, dass Israel entschieden sei, alle seine Kriegsziele zu erreichen, um die Sicherheitslage in der Region zu verbessern. Seine aggressive Rhetorik war direkt an den Iran und dessen Unterstützer gerichtet, die er als Teil einer „Achse des Bösen“ bezeichnete. „Jeder, der versucht, den Bürgern Israels zu schaden, wird einen hohen Preis zahlen“, so Netanjahu.

Ständige Angriffe und Vergeltungsmaßnahmen

Der Iran hat eine Beteiligung an dem fraglichen Drohnenangriff bestritten, der sich in der Nähe von Netanjahus Privathaus im Küstenort Caesarea ereignete. Laut einer Erklärung der iranischen UN-Mission sei die Operation allein auf das Konto der Hisbollah gegangen. Währenddessen nahm der militärische Druck auf Israel weiter zu, als die Hisbollah nach der Tötung des Hamas-Chefs Jihia al-Sinwar eine Ausweitung ihrer Angriffe ankündigte und bereits über 200 Geschosse auf Israel abfeuerte. Dies ging mit einer Warnung einher, dass jeder weitere Angriff auf die Gruppe Konsequenzen haben würde.

Zusätzlich gab es Berichte über die Luftangriffe Israels auf Waffendepots und Geheimdienstzentralen der Hisbollah im Libanon, während die direkter Verbindung zu den wiederholt heulenden Sirenen in Nordisrael steht. Diese Angriffe hanteren keineswegs nur militärische Objekte, sondern verursachten auch zivile Verluste, was zu einer scharfen internationalen Kritik, insbesondere aus den USA, führte. Die US-Regierung betonte die Notwendigkeit, Zivilisten zu schützen und forderte Israel auf, ruhig und bedacht zu handeln.

Das Grauen im Gazastreifen

Im Gazastreifen selbst hat die israelische Offensive noch tiefere Wunden hinterlassen. Berichten zufolge mussten alle drei Krankenhäuser im Flüchtlingslager Dschabalia ihre Tätigkeiten einstellen, nachdem die israelischen Streitkräfte die Gegend unter Druck setzten, um eine Evakuierung zu erzwingen. Die Vereinten Nationen haben die Situation als besorgniserregend beschrieben, da Patienten und medizinisches Personal unter den Bombardements leiden und kaum eine Rückzugsmöglichkeit haben.

Zusätzlich hat das israelische Militär Videoaufnahmen veröffentlicht, die angeblich den Hamas-Anführer Sinwar vor dem verheerenden Überfall am 7. Oktober 2023 zeigen. Diese Aufnahmen sollen verdeutlichen, dass Sinwar zum Zeitpunkt des Angriffs an strategischen Standorten unterwegs war, während seine Planung zur Durchführung des Überfalls vorangetrieben wurde.

Dieser Angriff, bei dem rund 1200 Menschen in Israel getötet und 250 Geiseln genommen wurden, läutete eine neue Phase der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel, der Hisbollah und Hamas ein. Seither beruft sich die israelische Armee häufig auf ihre aggressive militärische Strategie, um die Sicherheit ihrer Bürger und die Solidarität mit Verbündeten zu betonen.

Die eskalierenden Kämpfe werfen jedoch einen langen Schatten auf die Region, und die Berichte über die steigenden Opferzahlen sind alarmierend. Laut palästinensischen Angaben wurden im Gazastreifen mehr als 42.000 Menschen getötet, wobei die meisten Opfer Frauen und Kinder sein sollen. Doch unabhängig verifiziert werden können diese Angaben nicht, was ein weiteres Beispiel für die Komplexität und Tragik der Situation im Nahen Osten darstellt. Als sich die internationalen Spannungen erhöhen und der Nahost-Konflikt aufs Neue aufflammt, bleibt der Appell an Besonnenheit und Dialog zwischen den beteiligten Parteien unerlässlich.