Wasserstoffspeicher: Schlüssel zur Energiewende in Österreich!

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Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer betont die Wichtigkeit von Wasserstoffspeichern für die Energiewende und die Versorgungssicherheit in Österreich.

Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer betont die Wichtigkeit von Wasserstoffspeichern für die Energiewende und die Versorgungssicherheit in Österreich.
Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer betont die Wichtigkeit von Wasserstoffspeichern für die Energiewende und die Versorgungssicherheit in Österreich.

Wasserstoffspeicher: Schlüssel zur Energiewende in Österreich!

Am 22. November 2025 unterstrich der österreichische Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer die entscheidende Bedeutung von Speichern für die Energiewende. Laut Hattmannsdorfer sind Speicher unerlässlich, um erneuerbare Energien rund um die Uhr verfügbar zu machen und günstige Preise zu gewährleisten. In diesem Kontext wurde eine neue Studie zu Wasserstoffspeichern in Österreich vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) in Auftrag gegeben. Das Konsortium, bestehend aus der Österreichischen Energieagentur, AIT Austrian Institute of Technology, Montanuniversität Leoben und NHP Rechtsanwälte, hat umfassende Analysen zu geologischen Speichern, insbesondere ausgeförderten Erdgaslagerstätten, durchgeführt.

Ein zukunftsweisender Blick auf den Wasserstoffbedarf in Österreich zeigt, dass dieser von 5 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2030 auf 48 TWh im Jahr 2040 steigen wird. Diese Nachfrage kommt vor allem aus der Industrie und Energiewirtschaft. Parallel dazu wird der optimale Speicherbedarf im gleichen Zeitraum von 1,2 TWh auf 7,7 TWh anwachsen. Vorhandene Methanspeicher können für Wasserstoff umgewidmet werden, um den künftigen Bedarf zu decken.

Speichertechnologien und Maßnahmen

Speicher für Wasserstoff werden insbesondere als Jahresspeicher konzipiert, um die Energie über die Jahreszeiten hinweg zu sichern. Diese Gebäude tragen entscheidend zur Versorgungssicherheit bei, vor allem in Zeiten längerer Importausfälle oder Dunkelflauten. Das größte Potenzial für Wasserstoffspeicher liegt in alten Lagerstätten im Wiener Becken und in der Molassezone, in Oberösterreich und Salzburg.

Um den wachsenden Speicherbedarf zu decken, könnte kurzfristig eine Speicherleistung von 3 bis 5 TWh realisiert werden, langfristig ist sogar eine Erhöhung auf bis zu 30 TWh geplant. Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist die vorgeschlagene gesetzliche Regelung für Wasserstoffspeicher, die auch Anpassungen des Mineralrohstoffgesetzes (MinroG) umfasst. Hattmannsdorfer betonte, dass es entscheidend sei, rechtliche, technische und wirtschaftliche Voraussetzungen für Speicher zu schaffen, um die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie langfristig zu sichern.

Internationale Perspektiven und Entwicklungen

Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle in der Klimaneutralität und der zukünftigen Energieversorgung. Derzeit ist jedoch klimaneutral hergestellter Wasserstoff Mangelware. Um dem entgegenzuwirken, plant das Bundeswirtschaftsministerium in Deutschland eine umfassende Wasserstoffspeicherstrategie bis Ende des Jahres. Diese wird sich mit zentralen Fragen zur Geologie und den Komponenten der Anlagen befassen. Aktuelle Projekte in Deutschland, wie die Tests von Uniper zur Wasserstoffspeicherung und die Pläne für massive Speicherprojekte in Huntorf und Bad Lauchstädt, helfen, die Infrastruktur für diese Technologie zu fördern.

In der Zwischenzeit wird in Deutschland auch an innovativen Lösungen wie H2Season gearbeitet, das darauf abzielt, saisonale Energiespeicherung zu verbessern. Forschende des Helmholtz-Institutes Erlangen-Nürnberg entwickeln Technologien zur reversiblen elektrochemischen Speicherung von Wasserstoff in flüssigen Wasserstoffträgern. Diese neuen Methoden könnten zur Kostenreduktion und zur Schaffung sicherer Speicherungsmöglichkeiten beitragen.

Zusammengefasst zeigt sich, dass der Ausbau von Wasserstoffspeichern nicht nur für Österreich, sondern auch international von enormer Bedeutung ist. Viele Herausforderungen warten noch auf Lösungen, doch die Fortschritte in Forschung und Infrastruktur lassen auf eine vielversprechende Zukunft hoffen.

Für weitere Informationen lesen Sie die Berichte von OTS, Tagesschau und HI-ERN.