
Am 3. April 2025 wurde die Freiwillige Feuerwehr in Breckerfeld, Deutschland, alarmiert, um einen Waldbrand zu bekämpfen, der ursprünglich eine Fläche von weniger als 100 Quadratmetern betraf. Allerdings weitete sich das Feuer rasch auf etwa 9.000 Quadratmeter aus, was die Situation erheblich verkomplizierte. Bürger hatten Rauch und Feuerschein bemerkt und sofort die Feuerwehr verständigt, die daraufhin Unterstützung von der Hagener Feuerwehr und überörtlichen Einheiten aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis anforderte. Feuerwehren aus Gevelsberg, Sprockhövel, Ennepetal, Schwelm und Schalksmühle wurden zu Hilfe gerufen.
Eine mobile Küche des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wurde im Gerätehaus in der Zurstraße eingerichtet, um die Einsatzkräfte während der langen Nacht zu verpflegen. Technisches Hilfswerk (THW) unterstützte die Feuerwehr bei der Ausleuchtung der Einsatzstelle sowie mit zusätzlicher Gerätschaft. Bagger wurden eingesetzt, um Schneisen und Gräben zu ziehen, die zur Eindämmung des Feuers beitragen sollten.
Komplexe Brandbekämpfung
Die Bekämpfung des Brandes erwies sich als äußerst kompliziert. Die Einsatzkräfte kämpften bis in die Nacht hinein, wobei sie mithilfe von Wärmebildkameras Glutnester entdeckten. Der Brand breitete sich unterirdisch aus, was zur Entstehung eines neuen Bodenfeuers führte. Dieses konnte jedoch erfolgreich gelöscht werden. Die Einsatzstelle wurde gegen 23:30 Uhr an die Feuerwehr Hagen übergeben. Nach rund 7,5 Stunden konnten die Feuerwehren aus den Kreisen Ennepe-Ruhr und Märkischer Kreis schließlich einrücken.
Die gegenwärtigen witterungsbedingten Bedingungen sind alarmierend, da die extreme Trockenheit und der Mangel an Niederschlägen die Waldbrandgefahr in der Region signifikant erhöhen. Dies erinnert an die Waldbrandereignisse der Jahre 2018 und 2019, die hauptsächlich durch extreme Trockenheit und Hitze verursacht wurden. Obwohl die Waldbrandflächen in Deutschland in den Jahren 1991 bis 2017 signifikant abnahmen, blieb die Gefährdung in manchen Gebieten unverändert oder stieg sogar an. Insbesondere die nordöstlichen Bundesländer waren in der Vergangenheit von Großflächenbränden betroffen.
Waldbrandgefahr in Deutschland
Das Umweltbundesamt berichtet, dass Zündursachen für Waldbrände häufig auf fahrlässiges Handeln oder Brandstiftung zurückzuführen sind. Der Ausbau von Präventionsmaßnahmen, wie digitale Sensoren, die an Waldbrandzentralen Informationen über Waldbrandgefährdungen übermitteln, hat zur Verbesserung der Erkennung und Eindämmung von Waldbränden beigetragen. Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 1.708 Waldbrände registriert, die eine Fläche von 2.349 Hektar Wald beschädigten. Besonders in Brandenburg, wo 512 Brände stattfanden, aber auch deutschlandweit traten zahlreiche Waldbrände auf, die im Katastrophenfall außergewöhnliche Herausforderungen für die Einsatzkräfte darstellten.
Die heutige Lage in Breckerfeld macht deutlich, wie wichtig ein rasches und koordiniertes Eingreifen der Feuerwehr ist. Der Aufruf an die Bürger, wachsam zu sein und bei Rauchentwicklung die Feuerwehr zu alarmieren, ist unerlässlich, um größere Schäden in der Zukunft zu vermeiden.
Zusammenfassend zeigt der Einsatz der Feuerwehr in Breckerfeld, wie wichtig gute Vorbereitungen und Einsatzkräfte sind, um in Zeiten erhöhten Waldbrandrisikos erfolgreich zu agieren.
Für weitere Informationen über Waldbrände und deren Ursachen können Sie die Berichterstattung von FireWorld sowie die Analysen des Umweltbundesamtes einsehen.
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