Reichenbach investiert Millionen: Weg frei für grüne Energiezukunft!
Reichenbach investiert Kohlemillionen in regenerative Energie, um die Kosten für Bürger zu senken und nachhaltige Infrastruktur aufzubauen.
Reichenbach investiert Millionen: Weg frei für grüne Energiezukunft!
In Reichenbach, einem Ort im Kreis Görlitz, wird eine bedeutende Initiative zur Schaffung einer nachhaltigen Energieversorgung gestartet. Die Stadt plant, mehrere Millionen Euro aus dem sogenannten Kohlegeldtopf in ein früheres Ringhotel zu investieren, um eine moderne Infrastruktur für regenerative Energiequellen aufzubauen. Der Stadtrat hat nun mit einer knappen Mehrheit von einer Gegenstimme und einer Enthaltung beschlossen, den Bebauungsplan für das als „Gewerbegebiet Energiefabrik Reichenbach“ bezeichnete Gelände auf den Weg zu bringen.
Das Gebiet umfasst nicht nur den leerstehenden Hotelkomplex, sondern auch ein Freibad sowie eine Fläche, die sich über eine Strecke von der Straße Oberreichenbach bis zur Umgehungsstraße B 6 erstreckt. Der Plan sieht vor, Reichenbach zu einer energieautarken Kommune zu entwickeln, die den Bürgern eine kostengünstigere Energieversorgung bietet. Dies könnte einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Einwohner leisten.
Details zu Reichenbachs Energiefabrik
Das Gelände ist Teil des Projekts „Energiefabrik Reichenbach“, für das eine Tochtergesellschaft der Stadt, die Bauen und Wohnen GmbH (BuW), die Verantwortung trägt. Die BuW hat die Fläche für rund eine halbe Million Euro erworben. Diese Vorgehensweise ist besonders, da die Stadt Reichenbach zurzeit in einer finanziellen Konsolidierungsphase bis 2028 steckt. Trotz der schwierigen Haushaltslage hat die BuW einen Antrag für Fördermittel eingereicht, der im Sommer vom Regionalen Begleitausschuss genehmigt wurde. Das Gesamtprojekt umfasst eine Summe von etwa 17,6 Millionen Euro.
Ein zentrales Element dieses Vorhabens ist die Nutzung von grünem Wasserstoff. Diese Technologie soll nicht nur zur Reduzierung der Energiekosten für die Bürger beitragen, sondern auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung fördern. Der Bürgermeister Norbert Nitschke, der auch die BuW leitet, sieht in dieser Initiative eine große Chance für die Stadt, ihre Energiezukunft aktiv zu gestalten.
Kooperationen und Zukunftsvision
Das Projekt zur Schaffung einer regenerativen Energieversorgung wird in Zusammenarbeit mit bedeutenden Institutionen vorangetrieben, darunter die Technische Universität Cottbus, das Fraunhofer-Institut Dresden und die Hochschule Zittau-Görlitz. Diese Partnerschaften sollen dazu beitragen, innovative Lösungen zu entwickeln und die wissenschaftliche Begleitung des Projekts sicherzustellen. Bei einer Bürgerversammlung im letzten Monat wurde die Initiative der Öffentlichkeit vorgestellt und erfreute sich positiver Resonanz.
Langfristig strebt die Stadt an, nicht nur die Energieversorgung zu stärken, sondern auch die Abhängigkeit von externen Energiequellen zu reduzieren. Die Vision ist es, eine nachhaltige und autarke Energiezukunft für Reichenbach zu schaffen, die auch zukünftigen Generationen zugutekommt.
Quelle: Constanze Junghanß