Politik unter Druck: Nach Tod der Patientin – Reformen im Gesundheitswesen gefordert!
Nach dem Tod einer Patientin wächst der politische Druck in Oberösterreich für bundesweite Gesundheitsreformen und bessere Notfallversorgung.

Politik unter Druck: Nach Tod der Patientin – Reformen im Gesundheitswesen gefordert!
Am 28. Oktober 2025 wurde der Tod einer Oberösterreicherin, die nicht in einer Spezialklinik aufgenommen wurde, zum Anlass genommen, um den politischen Druck auf Bund und Länder zu erhöhen. Dieser tragische Vorfall hat eine intensive Debatte über die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung und einheitlicher Strukturen im Gesundheitswesen ausgelöst. Laut 5min.at fordern die Neos eine bundesweite Kapazitätsplattform für Notfälle, während die Grünen eine umfassende Gesundheitsplanung in Bundeshand anregen.
Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) betonte in seinem Statement die Dringlichkeit, über die Grenzen der Bundesländer hinaus zu denken. Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) kündigte an, Gespräche mit den Ländern zu planen, um eine Lösung zu finden. Sozialsprecher Johannes Gasser von den Neos bezeichnete das Problem als hauptsächlich organisatorisch und nicht medizinisch. Ehemalige Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky forderte eine Strukturreform im Gesundheitswesen.
Notfallversorgung und Reformbedarf
Um die Notfallversorgung zu verbessern, müssen zentrale Versorgungs- und Kapazitätsmanagementsysteme gewährleistet werden. Die Neos regen an, die sogenannte „Standortgarantie“ zu überdenken, um größere Versorgungsregionen zu schaffen, ähnlich der Struktur in Wien. Ludwig fordert zudem eine rasche Umsetzung geplanter Gesundheitsregionen, um alle Akteure im Gesundheitswesen zu einem koordinierten Vorgehen zu bewegen.
Kritik an der aktuellen Gesundheitsplanung kommt auch von Ralph Schallmeiner (Grüne), der den gegenwärtigen Zustand als unzureichend beschreibt. Gesundheitsministerin Schumann fordert eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls und plant einen Gipfel mit Gesundheitslandesräten, um das Versorgungsmanagement wesentlich zu verbessern und tragfähige Lösungen zu finden.
Ansätze für eine ganzheitliche Notfallversorgung
Im Zusammenhang mit den Herausforderungen der Notfallversorgung in Deutschland hat die Deutsche Gesellschaft für Integrierte Versorgung im Gesundheitswesen e.V. (DGIV) ein Positionspapier veröffentlicht, das auf die dringenden Reformen hinweist, die notwendig sind, um den demografischen Wandel, Ressourcenengpässe und unzureichende Digitalisierung zu adressieren. Ziel ist eine Verbesserung der regionalen und intersektoralen Notfallversorgung, die die Vernetzung zwischen ambulanten und stationären Akteuren umfasst (dgiv.org).
Durch den Einsatz von elektronischen Patientenakten und telemedizinischen Lösungen soll die Effizienz im Gesundheitswesen gesteigert werden. Innovative Modelle wie Pilotprojekte des Ärztenetzes GOIN e.V. und das Klinikum Ingolstadt können als zukunftsweisende Lösungen gelten. Die Einrichtung integrierter Notfallzentren (INZ) wird als Maßnahme hervorgehoben, um gezielte und effektive Notfallbehandlungen zu ermöglichen.
In den kommenden Monaten sind umfassende Diskussionen und Planungen nötig, um die Weichen für eine nachhaltig bessere Gesundheitsversorgung zu stellen. Der Dialog zwischen den politischen Akteuren und den Gesundheitsdienstleistern wird entscheidend sein, um die vorgeschlagenen Reformen effektiv umzusetzen und die Patientenversorgung zu optimieren. Weitere Informationen dazu finden sich auch auf zacks.com.