Gasgeruch zu Hause: So handeln Sie richtig und retten Leben!
Erfahren Sie, wie Sie bei Gasgeruch zu Hause richtig reagieren, Gefahren vermeiden und für Sicherheit sorgen können.
Gasgeruch zu Hause: So handeln Sie richtig und retten Leben!
In Deutschland ist der Geruch von Gas ein ernstzunehmendes Warnsignal, das auf mögliche Gefahren wie ein Leck in der Gasleitung hinweist. Solche Leckagen können fatale Folgen haben, darunter Explosionen oder Brände. Um die Risiken eines Gasgeruchs zu minimieren, ist es essenziell, schnell zu erkennen, wenn ein potenzielles Problem vorliegt, und besonnen zu handeln. Die Aktion Das sichere Haus (DSH) aus Hamburg bietet wichtige Ratschläge für den Ernstfall.
Gas selbst hat keinen Geruch, aber um Gefahren rechtzeitig zu erkennen, fügen Anbieter stark riechende …Substanzen hinzu. Diese können unterschiedlich riechen und erinnern häufig an faulige Eier, Klebstoff oder Knoblauch. Der spezielle Geruch ist in der Norm DIN EN ISO 13734 festgelegt. Für Hausbesitzer ist es ratsam, sich mit diesen Gerüchen vertraut zu machen. Viele Gasnetzbetreiber offerieren kostengünstige „Duftkarten“, mit denen man den Charakter des beigemischten Geruchs üben kann.
So handeln Sie richtig bei Gasgeruch
Das Wichtigste bei Gasgeruch ist, Ruhe zu bewahren. Panik ist keine Lösung. Stattdessen sollten Sie besonnen handeln. Der erste Schritt ist das sofortige Lüften der Räume. Öffnen Sie alle Fenster und Türen, damit das Gas entweichen kann. Dies schafft einen sogenannten Durchzug, der die Konzentration des Gases verringert.
Der nächste Schritt besteht darin, die Gaszufuhr zu stoppen. Der Hauptabsperrhahn befindet sich normalerweise im Keller, in der Nähe des Gaszählers. Achten Sie darauf, dass Sie keinen Funken erzeugen, da ausströmendes Gas sehr leicht entzündlich ist. Vermeiden Sie daher das Rauchen, sowie das Betätigen von Lichtschaltern oder anderen elektrischen Geräten. Türklingeln und Telefone sollten ebenfalls nicht benutzt werden, da sie Funken erzeugen können.
Es ist ebenso wichtig, Nachbarn und Mitbewohner zu warnen. Wenn möglich, klopfen Sie an Türen, anstatt zu klingeln oder zu telefonieren, um weitere Funken zu vermeiden. Alle Anwesenden sollten das Gebäude so schnell wie möglich verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen.
Hilfe in Anspruch nehmen
Sobald Sie sich an einem sicheren Ort befinden, rufen Sie den Gasversorger oder die Feuerwehr an. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie häufig auf dem Gaszähler. Es ist wichtig, dass Sie erst außerhalb des Gebäudes anrufen, um mögliche Gefahren zu vermeiden.
Um im Ernstfall schneller handeln zu können, empfiehlt es sich, die Telefonnummer des Bereitschaftsdienstes Ihres Gasversorgers im Handy zu speichern. So haben Sie im Notfall alles Wichtige zur Hand.
Um zukünftige Risiken zu vermeiden, sollten Hausbesitzer regelmäßige Wartung und Kontrollen durchführen lassen. Insbesondere bei der Nutzung von Gasheizungen oder Warmwasserbereitern ist eine Sichtkontrolle der Gasleitung einmal pro Jahr sowie eine umfassende Prüfung alle zwölf Jahre ratsam. Auch die Gastherme sollte jährlich durch einen Heizungsfachbetrieb gewartet werden, um die Sicherheit der gesamten Anlage zu gewährleisten.
Interessanterweise führt jeder zweite Unfall im Haushalt auf eine Form von Gasnutzung zurück. Insgesamt sterben in Deutschland jährlich mehr als 15.500 Menschen durch Haushaltsunfälle, was die Bedeutung von sicherem Umgang und regelmäßiger Überprüfung der Gasanlagen unterstreicht. Die Aktion Das sichere Haus (DSH) setzt sich dafür ein, Menschen über Unfallgefahren im eigenen Heim aufzuklären, um die Unfall- und Gesundheitssicherheit nachhaltig zu verbessern.
Für weitere Informationen, wie man sich in solchen gefährlichen Situationen richtig verhält, kann die Aktion Das sichere Haus als wertvolle Quelle konsultiert werden. Auf ihrer Website sind zahlreiche Tipps und Statistiken verfügbar.