NachbarschaftsKultur im Waldviertel: Gemeinsam für sozialen Zusammenhalt!
Am 24.12.2025 startet im Waldviertel das Projekt „NachbarschaftsKultur“, um Ehrenamtlichkeit und sozialen Zusammenhalt zu fördern.

NachbarschaftsKultur im Waldviertel: Gemeinsam für sozialen Zusammenhalt!
Am 24. Dezember 2025 wurde in einer feierlichen Unterzeichnung zwischen der Kulturregion NÖ und dem Verein NachbarschaftsKultur das Projekt „NachbarschaftsKultur im Waldviertel“ offiziell ins Leben gerufen. In diesem Rahmen schließen sich 31 Gemeinden zusammen, um die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe über Gemeindegrenzen hinweg zu koordinieren und sichtbar zu machen. Die Initiative zielt darauf ab, den sozialen Zusammenhalt in der Region zu stärken und insbesondere ältere Menschen in ihrer aktiven und selbstständigen Lebensweise zu unterstützen. Die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hob in ihrer Ansprache die Bedeutung von Solidarität und regionaler Zusammenarbeit hervor.
Die Gründung des neuen Vereins hat das Ziel, bestehende Initiativen zu bündeln und die Zusammenarbeit innerhalb des Waldviertels zu verbessern. Frühere Projekte, wie „Nachbarschaftshilfe Plus“ und „DAVNE“, haben bereits Erfolge erzielt und bilden die Grundlage für das aktuelle Vorhaben. Durchschnittlich 850 Personen nutzen die Angebote der NachbarschaftsKultur pro Jahr, die eine Vielzahl von koordinierten Hilfsleistungen, darunter Fahrt- und Bringdienste sowie Besuchs- und Spaziergehdienste, beinhalten.
Engagement von Ehrenamtlichen
Mit rund 600 aktiven Ehrenamtlichen beträgt die Anzahl der jährlich übernommenen Buchungen über 6.500. Diese freiwilligen Helfer können sich flexibel und entsprechend ihrer Möglichkeiten engagieren, was ein wichtiges Element der Nachbarschaftshilfe darstellt. Die Dankbarkeit der Menschen, die diese Unterstützung erfahren, motiviert die Ehrenamtlichen zusätzlich. Laut dem Altersforscher Univ.-Prof. Dr. Franz Kolland trägt das Projekt entscheidend zu sozialem Zusammenhalt, Lebensqualität und einem solidarischen Miteinander bei.
Zusätzlich wird die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements hervorgehoben, welches als tragende Säule des Miteinanders angesehen wird. Die Initiative legt besonderen Fokus auf die Förderung des Ehrenamts und dessen Sichtbarkeit in der Gemeinschaft. Dies geht einher mit der Überzeugung, dass Nachbarschaftshilfe mehr ist als nur praktische Unterstützung; sie verkörpert ein wichtiges Element der sozialen Kultur in der Region.
Integration als weiterer Aspekt
Im Kontext von Nachbarschaftshilfe und sozialer Teilhabe spielt auch die Integration eine wesentliche Rolle. Programme, die die Beherrschung der Sprache des Aufnahmelandes fördern, sind entscheidend. So bieten beispielsweise kostenlose Sprachkurse für verschiedene Niveaus, sowie Programme für kulturelle Begegnungen und Alltagsorientierung, neue Möglichkeiten für Zugewanderte, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Bereitstellung mehrsprachiger Informationsmaterialien verbessert den Zugang zu sozialen Diensten und Unterstützungssystemen und fördert die Integration.
Durch Dialogformate und interkulturelle Feste wird ein Raum für Austausch geschaffen, der sowohl Einheimischen als auch Zugewanderten zugutekommt. Diese Maßnahmen, so belegen zahlreiche Studien, tragen dazu bei, Vorurteile abzubauen und die Vielfalt in der Gesellschaft sichtbar zu machen.
Insgesamt verdeutlicht die Gründung des Vereins NachbarschaftsKultur im Waldviertel nicht nur die Notwendigkeit von Nachbarschaftshilfe, sondern auch deren Potenzial zur Stärkung des sozialen Gefüges in der Region. Die Bemühungen um Integration, Bildung und sozialer Teilhabe stehen im Mittelpunkt der Initiative und bieten einen wertvollen Beitrag zur Förderung eines solidarischen Miteinanders in einer multikulturellen Gesellschaft.
Für weitere Informationen zu den laufenden Projekten und den Möglichkeiten zur Teilnahme an der Nachbarschaftshilfe besuchen Sie ots.at oder davne.at. Zudem können weitere Details zu Integrationsmaßnahmen auf livingquarter.de nachgelesen werden.