Brandanschlag wegen Unterhalt: Ex-Partnerin und Kind in Lebensgefahr!
Ein 31-jähriger Syrer steht wegen Brandstiftung vor dem Landgericht München, nachdem er die Wohnung seiner Ex-Partnerin in Brand setzte.

Brandanschlag wegen Unterhalt: Ex-Partnerin und Kind in Lebensgefahr!
Ein dramatischer Fall beschäftigt derzeit das Landgericht München: Ein 31-jähriger Syrer, Abdulrahman K., steht wegen Brandstiftung vor Gericht. Der Angeklagte soll die Wohnung seiner Ex-Partnerin Jenny G. in Brand gesetzt haben, und die Hintergründe dieser Tat sind ebenso erschütternd wie komplex. Laut Kosmo war ein zentraler Auslöser die monatliche Unterhaltsforderung in Höhe von 367 Euro, die Abdulrahman K. zu zahlen hatte.
Im Gerichtssaal gestand der Angeklagte die Tat, bestritt jedoch vehement eine Tötungsabsicht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er in der Nacht in das Treppenhaus eindrang, Benzin in die Wohnung goss und dieses entzündete. Sein eigenes Geständnis umfasse lediglich das Verschütten eines Glases Benzin vor der Tür. Seit Anfang Januar befindet sich der Angeklagte in Untersuchungshaft.
Traumatische Folgen für die Betroffene
Jenny G. berichtete von den traumatischen Folgen des Vorfalls. Sie litt unter Angstzuständen und Albträumen und musste mit ihrem einjährigen Sohn aus der brennenden Wohnung fliehen. Bei dieser Flucht zog sie sich Verbrennungen zu, ein tragisches Detail, das die Schwere der Situation verdeutlicht. Die durch den Brand entstandenen Sachschäden belaufen sich auf rund 62.000 Euro. Das Paar hatte sich erst 2023 kennengelernt, nach der Trennung folgten zunehmend konfliktbeladene Auseinandersetzungen über die Unterhaltszahlungen.
Abdulrahman K. selbst sieht sich zudem mit einer Schuldenlast von 110.000 Euro konfrontiert, während er ein monatliches Einkommen von lediglich 2.000 Euro hat. Sollte er verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Ein gesellschaftliches Problem
Der Fall von Abdulrahman K. wirft nicht nur individuelle, sondern auch gesellschaftliche Fragen auf. Emotionale und psychische Gewalt sind traurigerweise weitverbreitete Phänomene, die oft nur im Verborgenen stattfinden. Eine Studie, finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, zeigt, dass emotionale Misshandlung die häufigste Form der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche darstellt. Die Studie befragte nahezu 800 Kinder und Jugendliche, von denen mehr als 300 Misshandlungen berichteten, darunter fast 250 Fälle von emotionaler Gewalt, wie Tagesschau informierte.
Die Konsequenzen emotionaler Misshandlung können schwerwiegend sein und reichen von Verhaltensauffälligkeiten über Depressionen bis hin zu posttraumatischen Belastungsstörungen. Udo Dannlowski von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie beschreibt, dass jede dritte Kind weltweit von emotionaler Gewalt oder Vernachlässigung betroffen sein könnte. Diese Statistiken verdeutlichen das Ausmaß eines Problems, das mehr Aufmerksamkeit in der Gesellschaft und von der Politik erfordert.
In Anbetracht dieser Erkenntnisse wird deutlich, dass die Themen Unterhalt, emotionale Gewalt und die Folgeschäden bei den Betroffenen in unserer Gesellschaft noch umfassender thematisiert werden sollten. Es bedarf einer kollektiven Anstrengung, um die Rahmenbedingungen zu verbessern und solche schweren Vergehen zu verhindern.