Koralmbahn: Neuer Aufbruch für Wirtschaft und Mobilität in Österreich!
Die Koralmbahn startet im Dezember 2025 und stärkt die Wirtschaftsachse AREA SÜD in Kärnten und Steiermark.

Koralmbahn: Neuer Aufbruch für Wirtschaft und Mobilität in Österreich!
Im Dezember 2025 wird die Koralmbahn den Passagierverkehr aufnehmen und somit eine neue Ära der Mobilität in der Region einleiten. Die Einführung dieses Schlüsselinfrastrukturprojekts wird als ein bedeutender Fortschritt für die AREA SÜD gewertet, die ein Drittel Österreichs umfasst und 1,8 Millionen Menschen sowie über 150.000 Betriebe mit 770.000 Beschäftigten beinhaltet, wie klick-kaernten.at berichtet.
Die Wirtschaftskammern Kärnten und Steiermark haben die Initiative in Wien vorgestellt, im Rahmen derer eine Umfrage unter mehr als 1.000 Unternehmen durchgeführt wurde. Das Ergebnis zeigt, dass 90 Prozent der Befragten die Kooperation als positiv bewerten. Es wird ein enormes Potenzial in der Verbesserung der Mobilität, der Erreichbarkeit und der wirtschaftlichen Stärke der Region gesehen.
Wirtschaftliche Chancen und Infrastruktur
Die Koralmbahn wird nicht nur die zentrale Verbindung der baltisch-adriatischen Achse darstellen, sondern auch internationale Brückenfunktionen einnehmen. So kommen Züge der Verbindung mit bis zu 250 km/h ins Rollen, wobei der Koralmtunnel das Kernstück des Projekts bildet. Bei einer Veranstaltung im Cargocenter Werndorf versammelten sich 65 Unternehmerinnen und Unternehmer, um sich über die wirtschaftlichen Chancen der Koralmbahn in Graz und der Umgebung zu informieren, wie die WKO berichtet.
Die Landesräte Sebastian Schuschnig und Willibald Ehrenhöfer erwähnen die Bedeutung dieser Entwicklung für die regionale Zusammenarbeit. Jürgen Mandl, Präsident der WKO, bezeichnete die Initiative als „Quantensprung“ für Kärnten, während Josef Herk, der steirische WKO-Präsident, sie als Jahrhundertchance erachtet, um den Süden als führenden Standort zu positionieren.
Erforderliche Investitionen und Maßnahmen
Die WKO hebt die Dringlichkeit von Investitionen in die Infrastruktur hervor. Dies beinhaltet unter anderem den Bosrucktunnel, neue Güterverkehrsachsen sowie den Breitbandausbau. Zusätzlich wird eine Vereinheitlichung von Landesgesetzen und eine gemeinsame Vermarktung unter der Marke „AREA SÜD“ gefordert. Das Maßnahmenprogramm für die REGION ist bereits unter www.area-sued.at verfügbar.
Zu den vorgeschlagenen Projekten gehören der Ausbau der A9 bis nach Leibnitz, der Bau eines Bahnhofs und Nahverkehrsknotens in Gösting sowie ein geplanter Ausbau des Südbahnastes nach Maribor. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Koralmbahn besser an den Güterterminal anzubinden und transportrelevante Abläufe zu optimieren.
Nachhaltigkeit im Fokus
Die Koralmbahn-Initiative steht auch im Kontext des neuen Mobilitätsmasterplans 2030, der von der Bundesregierung ins Leben gerufen wurde. Dieser Plan hat das Ziel, den Verkehrssektor umweltfreundlicher zu gestalten und bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Wie bmimi.gv.at erläutert, strebt der Mobilitätsmasterplan eine Vereinbarung zwischen Verkehrsvermeidung, -verlagerung und Effizienzverbesserung an.
Insbesondere sollen der Umweltverbund, zu dem Fuß- und Radverkehr sowie öffentliche Verkehrsmittel zählen, gestärkt werden. Der Masterplan dient als Antwort auf die drängenden Herausforderungen der Klimakrise im Verkehrssektor und stellt klare Rahmenbedingungen für die Umsetzung der gesetzten Ziele auf europäischer und nationaler Ebene auf.