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Am 7. Januar 2025 stehen die kurzfristigen Arbeitskämpfe bei der Post im Fokus, während die Gewerkschaft ver.di in den Tarifverhandlungen kräftige Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen fordert. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine lineare Entgelterhöhung und die Zahlung eines Urlaubsgeldes in Höhe eines Monatsgehalts. Dies wird damit begründet, dass die wirtschaftliche Lage des Unternehmens positiv ist und um bestehende Personalprobleme durch höhere Löhne zu adressieren.
Aktuell wird das Einstiegsgehalt für Zustellerinnen und Zusteller, das bei rund 2.700 Euro brutto liegt, als unzureichend angesehen. Auch die Beschäftigten in den Paket- und Briefzentren sollen eine höhere Vergütung erhalten, um der körperlich anstrengenden Arbeit Rechnung zu tragen. Die Post hat ihre Verwunderung über die Warnstreiks vor der ersten Verhandlungsrunde geäußert und berichtet von regional unterschiedlichen Beteiligungen an diesen Maßnahmen. Dies hat teilweise zu Verzögerungen bei der Auslieferung von Briefen und Paketen geführt, während in den meisten Zustellbezirken die Belieferung der Kunden wie gewohnt erfolgt, wie MDR berichtete.
Zusätzliche Forderungen und gesundheitliche Aspekte
Die Forderungen sind das Ergebnis von Gesprächen mit über 45.000 ver.di-Mitgliedern. Ursprünglich wurde eine Erhöhung von sechs Prozent vorgeschlagen, die viele Beschäftigte als unzureichend empfanden. Ein zentrales Anliegen ist auch die Begrenzung des zu transportierenden Paketgewichts auf maximal 20 Kilogramm, da Zusteller oft Pakete bis zu 31,5 Kilogramm alleine tragen müssen. Angesichts steigender Arbeitsbelastungen fordern die Beschäftigten mehr Zeit zur Regeneration und zusätzliche freie Tage, die sie nach ihren Bedürfnissen planen können, wie ver.di betonte.
Die psychische und physische Belastung der Beschäftigten wächst, was sich auch im hohen Krankenstand niederschlägt. Die nächste Verhandlungsrunde beginnt bereits am 8. Januar 2025, und die Frustration über die mangelnde Bewegung am Verhandlungstisch ist spürbar. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, sind viele ver.di-Mitglieder bereit, notfalls zu streiken.
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