Stau-Alarm in Österreich: 35,5% weniger Staus im Sommer 2025!
Im Sommer 2025 verzeichnet Österreich weniger Verkehrsstau. ÖAMTC zählt 369 Staus, vor allem in Tirol. Mehr Wochend- und Nebensaisonreisen sorgen für Entlastung.

Stau-Alarm in Österreich: 35,5% weniger Staus im Sommer 2025!
In Österreichs Straßenverkehr zeigt sich ein erfreulicher Trend: Während der Sommerreisezeit 2025 wurden laut dem ÖAMTC an Wochenenden insgesamt 369 Staus gezählt. Dies stellt einen signifikanten Rückgang von 35,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. Grund dafür sind verschiedene Faktoren, die das Reiseverhalten der Österreicher beeinflusst haben.
In der Reisesaison 2025 entscheiden sich immer mehr Reisende dafür, Wochentage für ihre Fahrten zu nutzen, was zu einer Entlastung der Hauptverkehrstage führt. Zudem erfreuen sich Reisen in der Nebensaison wachsender Beliebtheit. Eine weitgehende Baustellenfreiheit und weniger Überlastungspunkte trugen ebenfalls dazu bei, dass die Stauzahlen gesenkt werden konnten.
Verkehrslage im Detail
Insbesondere im Großraum Salzburg und auf der Tauernautobahn A10 verlief die saisonale Reisezeit größtenteils ohne größere Probleme. Jedoch sorgte ein Fahrzeugbrand am 2. August, dem Ferienbeginn in Bayern, im Tauerntunnel für massive Verzögerungen. Die A10, eine wichtige Verkehrsader für den Urlaubsverkehr nach Italien und Kroatien, ist mit ihren 193 Kilometern von Salzburg nach Villach besonders stark frequentiert. Die Engpässe im Tauerntunnel, der zwischen Flachauwinkl und Zederhaus liegt, ziehen häufig große Staus nach sich, vor allem an den Wochenenden und zu Ferienbeginn und -ende.
Aktuelle Baustellen, dazu gehört die einspurige Befahrbarkeit zwischen Eben im Pongau und Flachauwinkl, werden bis Ende 2027 andauern. Autofahrer sollten auch die Gegenverkehrsregelungen zwischen Zederhaus und dem Tauerntunnel bis November 2025 beachten. Alternativen wie der Radstädter Tauern-Pass oder die A9 (Pyhrnautobahn) bieten sich für Reisende an, die dem Tauerntunnel während der Engpasszeiten entkommen wollen.
Stauursachen und Statistiken
Die häufigste Ursache für Staus ist der Verkehrsüberlastung, die für 51 Prozent der Staus verantwortlich ist, gefolgt von Unfällen mit 23 Prozent und Baustellen mit 14 Prozent. Auffällig ist, dass technische Probleme mit Fahrzeugen nur mehr 3 Prozent der Staus ausmachen. Selbst bei Hochphasen wie dem Rekordstau von 30 Kilometern am 2. August vor Eben im Pongau stiegen die Stauwerte nicht über die gewohnten Höhen der letzten Jahre. Tirol bleibt das staureichste Bundesland mit einem Anteil von 30,6 Prozent der gesamten Staus im österreichischen Straßennetz.
| Bundesland | Stauanteil (%) |
|---|---|
| Tirol | 30,6 |
| Salzburg | 17,5 |
| Kärnten | 13,6 |
| Wien | 9,2 |
| Oberösterreich | 8,0 |
| Steiermark | 6,5 |
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Verkehrssituation in Österreich während des Sommers 2025 trotz einzelner Staus insgesamt stabiler und entspannter war als in den Jahren zuvor. Für weitere Informationen und aktuelle Verkehrslageberichte können Autofahrer den ÖAMTC Verkehrsservice konsultieren.