Wölfe in Österreich: Mehrheit sieht keinen Grund zur Panik!

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83% der Österreicher sehen kein Wolfsproblem. Der erste Wolfsreport zeigt überraschende Fakten zum Schutzstatus in der Berner Konvention.

83% der Österreicher sehen kein Wolfsproblem. Der erste Wolfsreport zeigt überraschende Fakten zum Schutzstatus in der Berner Konvention.
83% der Österreicher sehen kein Wolfsproblem. Der erste Wolfsreport zeigt überraschende Fakten zum Schutzstatus in der Berner Konvention.

Wölfe in Österreich: Mehrheit sieht keinen Grund zur Panik!

In Österreich zeigt sich eine überraschend positive Haltung gegenüber dem Wolf, einem der umstrittensten Wildtiere des Landes. Laut einer umfassenden Studie von TQS Research & Consulting im Auftrag von Tierschutz Austria sind 76 Prozent der Befragten von der Rückkehr des Wolfes in die österreichischen Wälder begeistert. Die Menschen erkennen den Wolf als Bereicherung an und schätzen seinen Beitrag zum Naturschutz: 83 Prozent beurteilen seine Rolle als vorteilhaft, während 77 Prozent sich für die Beibehaltung seines strengen Schutzstatus aussprechen. Diese Ergebnisse wurden bereits durch eine Online-Umfrage bestätigt, die ergab, dass 83 Prozent der Österreicher kein Wolfsproblem sehen, während nur 10 Prozent für eine Ausrottung plädierten, wie heute.at berichtete.

Mythen und Wissenslücken beeinflussen die Wahrnehmung

Trotz der positiven Sichtweisen gibt es erhebliche Wissenslücken, die das Bild des Wolfes trüben. Mehr als die Hälfte der Befragten fühlt sich unzureichend über das Verhalten des Wolfes informiert. Tatsächlich kursieren viele Mythen, darunter die Vorstellung, dass Wölfe sich unkontrolliert vermehren oder hauptächlich von Nutztieren leben, was wissenschaftlich widerlegt wurde. Nur 9 Prozent der Befragten fühlen sich durch die Rückkehr des Wolfes im Wald unsicher, was darauf hinweist, dass Ängste und Vorurteile oft die Sicht auf das Tier prägen. Der Wolfsreport stellte fest, dass Hundebesitzer, wie auch Stadtbewohner, dem Wolf überwiegend positiv gegenüberstehen, was die Kluft zwischen Stadt und Land nicht so groß erscheinen lässt, wie angenommen, so ots.at.

Besonders hervorzuheben ist der Wunsch der Bevölkerung nach einem stärkeren Mitspracherecht von Umweltorganisationen in Naturschutzfragen. Laut der Studie fordern 74 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher, dass Tierschutzorganisationen mehr Einfluss auf Entscheidungen erhalten sollten. Zudem setzen sich 80 Prozent für finanzielle Unterstützung für Tierhalter ein, um den Schutz von Weidetieren zu verbessern. Mit geeigneten Schutzmaßnahmen wie Hütehunden und Zäunen ließen sich Konflikte mit Wölfen effektiv vermeiden, erklärt Madeleine Petrovic von Tierschutz Austria.