Drama auf der Westbahn: 250 Railjet-Passagiere nachts evakuiert!
Am 23.12.2025 kam der Railjet 663 bei Loosdorf zum Stillstand. 250 Passagiere wurden sicher evakuiert. Feuerwehr und Busse sorgten für schnellen Transport.

Drama auf der Westbahn: 250 Railjet-Passagiere nachts evakuiert!
In der Nacht auf Dienstag, den 23. Dezember 2025, kam es zu einem schwerwiegenden Vorfall auf der Westbahnstrecke bei Loosdorf, wo der Railjet 663, der von Bregenz nach Wien unterwegs war, nach einem technischen Defekt liegen blieb. Gegen 23 Uhr stoppte der Zug auf freier Strecke und war nicht mehr fahrbereit, was zur Evakuierung von etwa 250 Passagieren führte. Laut oe24.at wurden Feuerwehr und Rettungsdienste kurz nach Mitternacht alarmiert, um die Reisenden in Sicherheit zu bringen.
Die Evakuierung begann gegen 1 Uhr nachts. Feuerwehrleute hatten eine provisorische Ausstiegshilfe errichtet und sorgten für ausreichende Beleuchtung, um den Passagieren das sichere Verlassen des Zuges zu ermöglichen. Die Reisenden wurden beim Ausstieg unterstützt, und im Anschluss an die Evakuierung wurden sie mit Bussen zu den nächstgelegenen Bahnhöfen in St. Pölten und Wien transportiert.
Erfahrungen aus der Region
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich erst kürzlich, als eine Railjet-Garnitur aufgrund eines Oberleitungsschadens und eines plötzlichen Stromausfalls auf der Tiroler Arlbergstrecke bei Landeck zum Stillstand kam. Rund 200 Reisende waren betroffen und wurden von der Feuerwehr Landeck über das Gleisbett in Sicherheit evakuiert. Die Evakuierungsmaßnahme dauerte etwa zwei Stunden. Besonderes Augenmerk lag dabei auf Passagieren mit eingeschränkter Mobilität, die zusätzliche Unterstützung benötigten. Auch hier wurde die Evakuierung mittels Rettungsplattformen und einer Behelfsbrücke zur Landesstraße organisiert, und die Fahrgäste wurden nach Abschluss der Maßnahmen mit Bussen zum Bahnhof transportiert, wie krone.at berichtet.
Diese Vorfälle werfen ein Licht auf die Herausforderungen im Notfallmanagement auf dem Schienenverkehr. Nach den Vorgaben des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) müssen Eisenbahnunternehmen an Brandschutz- und technischen Hilfeleistungsmaßnahmen mitwirken. Dieses systematische Vorgehen hat sich seit der Bahnreform in Deutschland 1993/94 etabliert. Eisenbahninfrastruktur- und -verkehrsunternehmen sind verpflichtet, ein Sicherheitsmanagementsystem einzuführen, welches auch regelmäßige Übungen mit Feuerwehr und Rettungsdiensten umfasst, um optimal auf Notfälle vorbereitet zu sein, erläutert das Forschungsinformationssystem zu den entsprechenden Regelungen.
Durch geeignete Maßnahmen wie die fahrdienstliche Sperrung von Gleisen und die Bahnerdung der Oberleitung wird zudem der Schutz der Einsatzkräfte bei derartigen Einsätzen gewährleistet. Notfallmanager spielen eine entscheidende Rolle bei der koordinativen Zusammenarbeit zwischen den Eisenbahnunternehmen und den Rettungskräften.
Die Vorfälle zeigen deutlich die Notwendigkeit und Bedeutung der Notfallmanagement-Konzeption im Schienenverkehr, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit der Passagiere und die Effizienz der Einsatzkräfte in Krisensituationen.