Trump und Netanyahu im Krisengespräch: Hamas-Entwaffnung im Fokus!
Trump und Netanyahu diskutieren am 29.12.2025 in Florida über Gaza, Waffenruhe, Hamas-Entwaffnung und iranische Bedrohung.

Trump und Netanyahu im Krisengespräch: Hamas-Entwaffnung im Fokus!
US-Präsident Donald Trump empfing heute den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu in Mar-a-Lago, Florida, um die aktuelle Lage im Gazastreifen zu besprechen. Ein zentrales Thema der Gespräche war die kurze Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas, die seit dem 10. Oktober 2025 besteht, doch weiterhin von gewaltsamen Auseinandersetzungen überschattet wird. Trump forderte eine dringende Entwaffnung der Hamas, die jedoch erklärt hat, ihre Waffen nicht abgeben zu wollen.
Trump drohte mit Konsequenzen, sollte die Hamas nicht innerhalb kurzer Zeit entwaffnen. „Andere Nahost-Staaten sind bereit einzugreifen“, betonte er, was die internationale Dimension des Konflikts unterstreicht. Netanyahus Besuch findet vor dem Hintergrund eines stockenden Friedensprozesses statt, in dessen Rahmen Israel und die Hamas einem von den USA initiierten Plan zugestimmt hatten.
Friedensplan und Geiselfrage
Im Kontext dieses Friedensplans, der in zwei Phasen unterteilt ist, sei die Entwaffnung der Hamas ein entscheidendes Element der zweiten Phase. Trotz der bereits erfolgten Geiselfreilassung, bei der alle lebenden Geiseln befreit wurden, bleibt eine Leiche einer entführten Geisel im Gazastreifen zurück, was die Situation kompliziert.
Wichtige Fortschritte sind in den indirekten Verhandlungen über den Friedensplan erzielt worden. Die US-Regierung hat die Freilassung der Geiseln als höchste Priorität betont, und es wurde ein sofortiger Stopp aller militärischen Angriffe und Rückzüge der israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen vereinbart. Israel wird etwa 53 Prozent des Gazastreifens kontrollieren und Hilfslieferungen sollen umgehend ermöglicht werden.
Politische Spannungen und Iran
Während des Treffens kamen auch unterschiedliche Meinungen über das Westjordanland zur Sprache, bei denen Trump und Netanyahu in einigen Punkten nicht übereinstimmen. Netanyahu forderte eine clemency für sich selbst angesichts seiner rechtlichen Herausforderungen, eine Bitte, die Isaac Herzogs Büro bislang nicht bestätigt hat. Trump bezeichnete Netanyahu als „Helden“ für seinen Umgang mit der Gaza-Situation und sprach sich für eine Begnadigung aus.
Des Weiteren thematisierten die beiden Politiker die Bedrohung durch den Iran. Trump erklärte, dass die USA israelische Angriffe auf den Iran unterstützen würden, sollte dieser weiterhin sein Nuklearprogramm fortsetzen. Er drohte damit, militärisch gegen den Iran vorzugehen, falls diplomatische Bemühungen, die Iran zum Abrüsten bewegen sollen, scheitern.
Zusätzlich plant Trump, im Januar die Einsetzung einer palästinensischen Übergangsregierung anzukündigen und beim bevorstehenden Weltwirtschaftsforum in Davos ein Treffen eines neuen „Friedensrats“ abzuhalten. Die internationale Gemeinschaft bleibt wachsam, da die Entwicklungen in der Region sowohl diplomatische als auch militärische Implikationen haben.