Polizei stört Waffenübung in Vorchdorf: Keine Extremisten entdeckt!

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Polizeieinsatz in Vorchdorf: 19 Personen mit Langwaffen, keine extremistischen Absichten. Ermittlungen zu Waffengesetz folgen.

Polizeieinsatz in Vorchdorf: 19 Personen mit Langwaffen, keine extremistischen Absichten. Ermittlungen zu Waffengesetz folgen.
Polizeieinsatz in Vorchdorf: 19 Personen mit Langwaffen, keine extremistischen Absichten. Ermittlungen zu Waffengesetz folgen.

Polizei stört Waffenübung in Vorchdorf: Keine Extremisten entdeckt!

Ein Polizeieinsatz in Vorchdorf am vergangenen Samstag sorgte für Aufregung, als 19 Personen mit Langwaffen auf einem Anwesen gefunden wurden. Laut vienna.at wurde schnell festgestellt, dass keine extremistischen Absichten hinter der Waffenübung standen. Ermittlungen zu möglichen Verbindungen zu Extremismus oder Staatsverweigerung führten zu keinem Ergebnis.

Die Gruppe, bestehend aus Personen aus Oberösterreich, Salzburg und Kärnten, hatte sich Zielübungen vorgenommen. Als die Polizei eintraf, flüchtete die Gruppe mit den Waffen ins Haus. Mehrere Polizeieinheiten sowie das Einsatzkommando Cobra waren im Einsatz, um die Situation zu kontrollieren. Während der Durchsuchung wurden zahlreiche Waffen in dem Anwesen und in Fahrzeugen gefunden. Eine Überprüfung von etwa 50 halbautomatischen Waffen ist derzeit im Gange.

Rechtliche Aspekte und Waffenbesitz

Die Anzeigen nach dem Waffengesetz werden an die Bezirkshauptmannschaft weitergeleitet, und ein Abschlussbericht zu den Waffenübungen steht noch aus. Entscheidend für die strafrechtliche Beurteilung wird sein, ob die Personen im Besitz eines Waffenpasses oder einer Waffenbesitzkarte waren. Während mit einem Waffenpass die Waffe mitgeführt werden darf, ist es mit einer Besitzkarte ausschließlich erlaubt, die Waffe zwischen Wohnort und Schießplatz zu transportieren – wobei in diesem Fall das Anwesen in Vorchdorf nicht als Schießplatz gilt.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind auch davon abhängig, ob das Privatgrundstück entsprechend eingefriedet war, etwa durch Zäune oder spezifische Kennzeichnungen. Eine weitere wichtige Information ist, dass der ehemalige Eigentümer und jetzige Pächter des Anwesens anwesend war und die Übungen erlaubt hatte. Der aktuelle Eigentümer hat die Polizei hingegen über das Geschehen informiert.

Hintergrund zu Waffengesetzen in Österreich

Diese Vorfälle werfen auch ein Licht auf die Debatte um Waffengesetze in Österreich. Angesichts eines Amoklaufs in Graz wurde der Ruf nach strengeren Regelungen laut. So hat Österreich eine hohe Waffendichte mit schätzungsweise 2,5 Millionen Waffen, was rund 30 Waffen pro 100 Einwohner entspricht. Im Jahr 2025 waren offiziell 1.518.873 legal registrierte Waffen vorhanden, die sich auf 374.141 Personen verteilen, wie kontrast.at berichtet.

Die politischen Reaktionen auf diese Debatte sind vielfältig. Alle Parteien außer der FPÖ unterstützen eine Verschärfung der Waffengesetze. Zu den vorgeschlagenen Änderungen gehören unter anderem die Erhöhung des Mindestalters für Langwaffen auf 21 Jahre, die Einführung von Waffenbesitzkarten für Langwaffen sowie psychologische Eignungstests für Waffenbesitzer. Diese Veränderungen sind Teil einer breiteren Strategie, um Gewaltdelikte zu reduzieren und die Waffengesetze zu straffen.

Die Diskussion um die Waffenlage in Österreich zeigt, dass es Themen gibt, die auch in sicherheitspolitischen Zusammenhängen zwangsläufig behandelt werden müssen. Die Situation in Vorchdorf ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie wichtig klare Regelungen und gesunde Kontrollen im Umgang mit Waffen sind.

Weitere Informationen zu den Waffenübungen in Vorchdorf und dem laufenden Ermittlungsverfahren können in orf.at nachgelesen werden.