Nonnen von Goldenstein: Kloster-Konflikt eskaliert – Rom entscheidet!
Nonnen von Goldenstein lehnen umstrittenes Angebot ab; weitere Entscheidungen von Rom stehen an. Klärung über zukünftigen Verbleib im Kloster.

Nonnen von Goldenstein: Kloster-Konflikt eskaliert – Rom entscheidet!
Die bedrängte Situation der drei Nonnen im Kloster Goldenstein steht jetzt im Fokus der römischen Kirchenbehörden. Das Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens hat die Weichen für eine Entscheidung gestellt, nachdem die Nonnen ein kontroverses Angebot des Propstes abgelehnt haben. Christina Wirtenberger, die Sprecherin der Schwestern, erläuterte, dass sich die Nonnen aus juristischen Gründen einstimmig gegen die Vereinbarung entschieden, die als „Knebelvertrag“ bezeichnet wird. Der Anwalt der Nonnen unterstützt diese Sichtweise und warnt vor den weitreichenden Konsequenzen des Vorschlags, der unter strengen Bedingungen den Verbleib der Nonnen im Kloster sichern sollte. Kleine Zeitung berichtet, dass die Bedingungen einen sofortigen Stopp aller Social-Media-Aktivitäten und die Respektierung der Klausur umfassen.
Zusätzlich wurde gefordert, dass die für die Nonnen tätigen Juristen nicht mehr aktiv werden dürfen und dass alle Helferinnen aus dem Kloster zurückgezogen werden. Im Gegenzug versicherte der Propst, Markus Grasl, die Organisation der Pflege und medizinischen Betreuung der Nonnen, die alle über 80 Jahre alt sind. Doch der Vorschlag wurde ohne vorherige Absprache mit den Nonnen erstellt, was entscheidend zu ihrer Ablehnung führte. Katholisch.de hebt hervor, dass die Nonnen bereits gegen ihren Willen in eine Seniorenresidenz umgesiedelt wurden, jedoch unerlaubt nach Goldenstein zurückkehrten, was für großes mediales Interesse außerhalb Österreichs sorgte.
Kritik und Lösungsvorschläge
Die Bedingungen des abgelehnten Angebots haben bei den Nonnen und ihren Unterstützern auf Social Media für tatsächliche Kritik gesorgt. Es stellt sich die Frage, ob das vorgelegte Angebot tatsächlich eine gute Lösung für alle Beteiligten sein kann, wie Propst Grasl es in seinen Aussagen andeutet. Die Nonnen sind bereit, eine neue Vereinbarung mit der Erzdiözese Salzburg und dem Stift Reichersberg zu erzielen und hoffen auf mehr Unterstützung. Katholisch.de berichtet auch von den baulichen Veränderungen im Kloster, die unter anderem einen installierten Treppenlift beinhalten. Zusätzlich sollen die Nonnen für Pflegeplätze in der Nähe angemeldet werden, was die Situation möglicherweise entschärfen könnte.
Der Kontext dieser Interessenkonflikte rund um das Kloster Goldenstein wirft auch historische Fragen auf. Laut einem Überblick über die Rolle von Nonnen im Mittelalter mussten Frauen oft um ihre Stellung und Rechte innerhalb der Kirche kämpfen, da sie von kirchlichen Hierarchien häufig ausgeschlossen waren. Trotzdem bot das Klosterleben vielen Frauen Entfaltungsmöglichkeiten und Schutz vor gesellschaftlichen Zwängen. Arsfemina.de schildert, dass Klöster nicht nur Orte der religiösen Andacht, sondern auch Bildungszentren waren, wo Frauen lesen und schreiben lernten, was im aktuellen Konflikt zusätzliche Perspektiven eröffnet.