Rettungsplan für KTM: Gläubiger stimmen am Dienstag über Zukunft ab!
Restrukturierungsplan der Pierer Industrie AG genehmigt – Was bedeutet das für KTM und die Gläubiger? Alle Infos hier.
Rettungsplan für KTM: Gläubiger stimmen am Dienstag über Zukunft ab!
Die Pierer Industrie AG hat am Donnerstag einen entscheidenden Restrukturierungsplan angenommen, um inmitten der KTM-Insolvenz der Liquidität auf die Beine zu helfen. Das Unternehmen hatte bereits am 25. November 2024 ein europäisches Restrukturierungsverfahren beantragt, um über 250 Millionen Euro an Anleihen und Schuldscheindarlehen zu verlängern. Diese Strategie zielt darauf ab, die Rückzahlungen in Raten bis Ende 2026 und 2027 zu strecken, damit die Gläubiger letztlich ihre Forderungen vollständig erfüllt bekommen, wie news.at berichtet. Der Geschäftsführer der Creditreform, Gerhard Weinhofer, bezeichnete den erfolgreichen Abschluss dieses Verfahrens als „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten und betont die verbesserten Voraussetzungen für die Sanierung bei KTM.
Auf die Zustimmung der Gläubiger kommt es an
Mit dem Rückenwind durch die Annahme des Restrukturierungsplans stellt sich nun die Frage, ob auch die Gläubiger des kämpfenden Motorradherstellers KTM am Dienstag ihr okay für den Sanierungsplan geben werden. Vor dem Gerichtstermin bleibt das Spannungsfeld hoch: Wer wird als Investor das dringend benötigte Kapital bereitstellen? Dabei werden vor allem Spekulationen über eine mögliche maßgebliche Beteiligung des indischen Partners Bajaj laut. Steht auch der Eigentümer Stefan Pierer mit eigenen Mitteln bereit, um die finanziellen Löcher seiner Firma zu stopfen? Die Krone hebt hervor, dass viele Fragen zur Rettung von KTM noch ungeklärt sind, während die Verhandlungen mit den finanziellen Partnern in vollem Gange sind.
Am Dienstag wird zudem über die Sanierungspläne der KTM-Töchter KTM Components GmbH und KTM Forschungs & Entwicklungs GmbH abgestimmt. KTM selbst will den Gläubigern eine Barquote von 30 Prozent anbieten, was eine Gesamtfinanzierung von etwa 600 Millionen Euro erfordert. Für die Wiederaufnahme der Produktion im Werk in Mattighofen werden weitere 150 Millionen Euro benötigt. Das Ergebnis dieser Abstimmungen könnte den weiteren Verlauf der Sanierung und die Zukunft der gesamten Gruppe entscheidend beeinflussen.