
Eine unschuldige Verkaufsaktion auf einer Online-Plattform endete für eine Linzerin tragisch: Sie wurde Opfer einer perfiden Phishing-Attacke. Die Frau wollte lediglich einige zu klein gewordene Kleidungsstücke ihres Sohnes über „Vinted“ verkaufen. Eine angebliche Käuferin bat um ein Video eines T-Shirts, um sicherzustellen, dass es nicht ausgebleicht war. Da das Hochladen des Videos in der App nicht möglich war, schickte die Linzerin das Video an eine angegebene Handynummer. Kurz darauf erhielt sie eine Nachricht von der vermeintlichen Käuferin, die behauptete, die Zahlung bereits vorgenommen zu haben, und verlangte eine Bestätigung des Verkaufs, so berichtete ORF OÖ.
In der Bestätigung war ein Link, der die Frau auf eine täuschend echt aussehende Bankwebsite führte. Dort gab sie arglos ihre Bankdaten ein, ohne zu bemerken, dass es sich um eine gefälschte Seite handelte. Der Schock kam, als sie auf ihrem Konto Abbuchungen feststellte, die sie nicht veranlasst hatte. Die Bank ihrerseits reagierte umgehend, sperrte ihre Kreditkarte und alarmierte sie. In der Zwischenzeit waren jedoch bereits rund 8.000 Euro von ihrem Konto abgebucht worden. Laut der Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) müsse die Kreditkartenfirma diese unerlaubten Zahlungen zurückerstatten, da die Linzerin keinen solchen Vergleich abgeschlossenen hatte, berichtet die Krone.
Sensibilisierung für Cyberkriminalität
Die AK OÖ warnt vor der Zunahme solcher Betrugsmaschen im Internet und bietet kostenlose Webinare unter dem Titel „Schutz im Internet“ an, um Verbraucher über mögliche Gefahren zu informieren und Tipps zur sicheren Nutzung von Online-Plattformen zu geben. Am Montag, den 13. Januar 2025, findet ein Webinar statt, das sich speziell mit dem Thema „Sicher kaufen & verkaufen über Kleinanzeigenplattformen“ beschäftigt. Diese Veranstaltungen sind bis zum 10. März buchbar, um den Nutzern zu helfen, sich vor solchen Betrügereien zu schützen.
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