Steigende Verkehrstoten in Kärnten: Alarmstufe Rot für die Sicherheit!
Das Gailtal-Journal berichtet am 14.11.2025 über steigende Verkehrstote in Kärnten und nötige Maßnahmen zur Unfallverhütung.

Steigende Verkehrstoten in Kärnten: Alarmstufe Rot für die Sicherheit!
Am heutigen Gedenktag für die Straßenverkehrsopfer am 14. November 2025 spricht der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) eindringlich über die besorgniserregende Entwicklung der Verkehrstoten in Kärnten. Seit 1995 haben insgesamt 1.552 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben verloren, und Kärnten rangiert im Bundesländer-Ranking auf dem fünften Platz. Höhere Zahlen zeigen sich in größeren Bundesländern wie Niederösterreich mit 5.665, Oberösterreich mit 3.978 und der Steiermark mit 3.397 Verkehrstoten. Vorarlberg verzeichnet hingegen die niedrigste Zahl mit nur 671 Toten.
Die VCÖ hebt hervor, dass trotz bedeutender Verbesserungen in den letzten drei Jahrzehnten, die durch verschiedene Verkehrssicherheitsmaßnahmen erreicht wurden, die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2023 auf 33 angestiegen ist. Dies sind acht mehr als im Vorjahr. Von 1995 bis 2022 sank die Zahl der Verkehrstoten in Kärnten dank hoher Sicherheitsstandards erheblich: von 88 im Jahr 1995 auf nur 30 im Jahr 2022. Wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit umfassen die Senkung des Alkohol-Limits von 0,8 auf 0,5 Promille, die Einführung des Mehrphasenführerscheins, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in den Städten, Tempo-30-Zonen sowie eine verstärkte Kontrolle des Straßenverkehrs.
Aktuelle Herausforderungen und Empfehlungen
Ein besorgniserregender Trend zeigt sich auch bundesweit: 2023 verzeichnete Österreich 348 Verkehrstote, 42 mehr als im Vorjahr. Im Vergleich dazu starben in der Schweiz im gesamten Vorjahr lediglich 250 Menschen im Straßenverkehr. Der VCÖ fordert Politiker, Verwaltung und Verkehrsteilnehmer zu einem konsequenten Handeln auf, um die Unfallzahlen weiter zu reduzieren. Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beinhalten die Aufnahme der Nutzung von Handys am Steuer ins Vormerksystem, eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeiten auf Freilandstraßen und den weiteren Ausbau der Radinfrastruktur.
Besonders positiv zu vermerken ist, dass in Österreich im Vorjahr auf baulich getrennten Radwegen kein tödlicher Radunfall stattfand. Dies zeigt, wie wichtig die Verbesserung der Radinfrastruktur für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ist.
Zusammenfassung der Verkehrstoten in Österreich
| Bundesland | Anzahl der Verkehrstoten |
|---|---|
| Niederösterreich | 5.665 |
| Oberösterreich | 3.978 |
| Steiermark | 3.397 |
| Tirol | 1.771 |
| Kärnten | 1.552 |
| Vorarlberg | 671 |
Diese Zahlen verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, die Verkehrssicherheit zu verbessern und Unfallpräventionsstrategien kontinuierlich zu überdenken. Jaschinsky betont die Notwendigkeit unfallvermeidender Maßnahmen, insbesondere ein konsequentes Vorgehen gegen Ablenkung und überhöhte Geschwindigkeit im Straßenverkehr.