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Herkunftsort von Nasrallah: Al-Bazouriyah kämpft gegen die Verwüstung

Nach dem verheerenden Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die militante Gruppe Hisbollah massiv Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. In der Folge startete die israelische Armee in der Nacht auf den 1. Oktober 2024 eine umfassende Bodenoffensive, um die schiitische Miliz hinter den Litani-Fluss zurückzudrängen. Diese offensive Reaktion erfolgte als direkte Antwort auf die aggressive Rolle der Hisbollah, die eine zentrale Stütze der iranischen Interessen im Libanon darstellt, wie Kleine Zeitung berichtete.

Während der Offensive gab die israelische Armee am 28. November 2024 bekannt, dass rund 3.500 Mitglieder der Hisbollah getötet und etwa 4.000 weitere kampfunfähig gemacht worden seien. Diese Maßnahmen zeigten Wirkung, doch die Miliz soll immer noch etwa die Hälfte ihrer militärischen Kapazitäten behalten haben, was die Situation weiter angespannt hält. Gleichzeitig blieb die Präsenz der Hisbollah im Südlibanon, insbesondere in Städten wie Al-Bazouriyah, stark. Dort sind Fahnen und Plakate der Organisation allgegenwärtig. Die Hilfsorganisation Amel spielt in der Region eine entscheidende Rolle, indem sie medizinische Dienste anbietet und soziale Unterstützung leistet, aber die Zivilbevölkerung leidet weiterhin unter den Auswirkungen der laufenden Gewalt.

Lebensbedrohliche Zustände und Unterstützung durch Hilfsorganisationen

In Al-Bazouriyah, dem Herkunftsort von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah, haben die Bewohner durch die israelischen Angriffe stark gelitten; neun Menschen sind bereits ums Leben gekommen. Die Hilfsorganisation Amel, die während des libanesischen Bürgerkriegs gegründet wurde, bietet den traumatisierten Menschen der Region ein wenig Hoffnung. Etwa 1.500 Mitarbeiter versorgen monatlich rund 250.000 Patienten im Libanon, was angesichts der enormen wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Bevölkerung von zentraler Bedeutung ist. Patienten zahlen hier oft nur einen Bruchteil der regulären Behandlungskosten, da die meisten sich die hohen Preise nicht leisten können, berichtete Amel Erfahrungen aus der Region.

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Dort erhalten die Menschen nicht nur medizinische Behandlung, sondern auch psycho-soziale Unterstützung. Insbesondere Kinder und Frauen finden in den Bildungs- und Unterstützungseinrichtungen von Amel Raum, um sich zu erholen und ihre Zukunft positiv zu gestalten. Programmdirektor Alexander Bodmann der Caritas Österreich betonte die Wichtigkeit solcher Initiativen, um Menschen in Krisensituationen einen Schutzraum und neue Hoffnung zu bieten. Trotz des laufenden Konflikts bleibt der Einsatz der Organisationen im Libanon unerlässlich für die Bewältigung der verzweifelten menschlichen Bedürfnisse dieser Region.


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Terrorismus
In welchen Regionen?
Al-Bazouriyah
Genauer Ort bekannt?
Al-Bazouriyah, Libanon
Gab es Verletzte?
9 verletzte Personen
Ursache
Angriff
Beste Referenz
kleinezeitung.at
Weitere Quellen
amel.org

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