Gasverbrauch in Österreich sprunghaft gestiegen: Alarmierende 22%!
Österreich verzeichnet am 2.12.2025 einen Anstieg des Gasverbrauchs um 22 % und einen rückläufigen Stromerzeugungsanteil aus Wasserkraft.

Gasverbrauch in Österreich sprunghaft gestiegen: Alarmierende 22%!
Österreichs Energieverbrauch zeigt besorgniserregende Entwicklungen, wie aktuelle Daten zur Energiebilanz verdeutlichen. Der Stromverbrauch ist im Oktober 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % auf 5,69 Terawattstunden (TWh) gestiegen, während der Gaskonsum um 22 % auf 6,95 TWh explodierte. Dieser signifikante Anstieg des Gasverbrauchs ist besonders alarmierend, da er direkt mit der steigenden Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen in Verbindung gebracht werden kann. Besonders in Anbetracht der Klimaziele, die Österreich angestrebt hat, könnte dieser Trend problematisch sein. Laut Kosmo ist die Entnahme aus heimischen Gasspeichern im Oktober um 3 TWh gegenüber dem Vorjahresmonat auf 4,7 TWh gestiegen.
Ein Rückgang in der inländischen Stromerzeugung wurde ebenfalls festgestellt, der um 16,6 % auf 6,10 TWh zurückging. Die Abnahme wurde größtenteils durch eine Verminderung der Wasserkraftproduktion aufgrund geringerer Wasserverfügbarkeit verursacht. Der Erzeugungskoeffizient der Wasserkraft fiel von 1,54 auf 0,85, wobei insbesondere die Lauf- und Speicherkraftwerke deutliche Produktionsminderungen hinnehmen mussten – mit einem Rückgang von 42,1 % bzw. 44,3 % in der Stromproduktion.
Steigende Nutzung erneuerbarer Energien
Trotz der besorgniserregenden Zahlen im Bereich fossiler Brennstoffe gibt es auch Fortschritte im Sektor der erneuerbaren Energien. Wärmekraftwerke konnten einen Zuwachs von 45,5 %, Windkraftanlagen um 33,9 % und Photovoltaikanlagen um 25,7 % verzeichnen. Ende Oktober wurde eine installierte Leistung von 9.715 Megawatt (MW) bei Photovoltaik und 4.322 MW bei Windkraft festgestellt. Dies zeigt, dass Österreich weiterhin in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert und versucht, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Die Bedeutung erneuerbarer Energien in der Stromversorgung ist nicht zu unterschätzen: 2023 lag der Anteil erneuerbarer Energien an der Primärenergieerzeugung bei über 87 % und der Anteil am Endenergieverbrauch betrug rund ein Drittel, wie Statista berichtet.
Österreich verfolgt das ambitionierte Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden, ohne auf Nuklearenergie zurückzugreifen. Die „Langfristige Klimastrategie 2050“ sieht vor, den Anteil erneuerbarer Energien am Brutto-Endenergieverbrauch bis 2030 auf 46-50 % zu erhöhen. Die vollständige Deckung des inländischen Gesamtstromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil dieser Strategie.
Grenzüberschreitende Stromflüsse im Wandel
Ein weiterer Aspekt, der die österreichische Energiebilanz beeinflusst, sind die grenzüberschreitenden Stromflüsse. Im Oktober 2025 sanken die Exporte um 23,1 %, während die Importe um 93,4 % auf 2,11 TWh angestiegen sind. Dieser Anstieg verdeutlicht die aktuelle Abhängigkeit Österreichs von importierter Energie, insbesondere in Zeiten niedrigerer nationaler Erzeugung.
Zusammenfassend zeigt die aktuelle Energiebilanz, dass Österreich vor großen Herausforderungen steht. Während die Nutzung erneuerbarer Energien ansteigt, gibt es zugleich besorgniserregende Trends im fossilen Energieverbrauch und in der Effizienz der Stromproduktion. Statistiken von Statistik Austria gründlich analysiert, legen nahe, dass Maßnahmen dringend erforderlich sind, um den eingeschlagenen Weg zur Klimaneutralität zu unterstützen.