Finanzmarktstabilität: Risiken bei Wohnimmobilien zunehmend besorgt!
Die 43. Sitzung des FMSG diskutiert systemische Risiken in der Immobilienfinanzierung und beschließt Empfehlungen für 2025.

Finanzmarktstabilität: Risiken bei Wohnimmobilien zunehmend besorgt!
Am 2. Dezember 2024 tagte das Finanzmarktstabilitätsgremium (FMSG) zum 43. Mal und konzentrierte sich auf die Entwicklung systemischer Risiken, die aus der Fremdkapitalfinanzierung von Wohnimmobilien resultieren. Bei dieser Sitzung wurde das Thema der Kreditvergabestandards in den Fokus gerückt, die sich seit der Einführung der Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung (KIM-V) deutlich verbessert haben. Laut dem letzten Financial Stability Report der Oesterreichischen Nationalbank haben diese Standards zur Reduzierung der Ausfallraten bei Wohnimmobilienkrediten beigetragen und sichern somit die Stabilität im österreichischen Finanzsystem. Doch trotz dieser positiven Entwicklungen warnt das FMSG vor den bestehenden finanziellen Risiken, insbesondere angesichts möglicher Rückgänge bei den Kapitalquoten und einer Abkopplung von Immobilienpreisen und Einkommen, wie bereits berichtet wurde, OTS.
Kriterien für Stabilität
Das Gremium empfahl, den Antizyklischen Kapitalpuffer (AZKP) bei 0% zu belassen, da die Kredit-BIP-Lücke auch im zweiten Quartal 2024 weiterhin negativ ist. Für die nächsten zehn Jahre werden spezifische Analysen zur Identifikation zyklischer Risiken in den Fokus gerückt, um die Stabilität des Bankensystems zu gewährleisten. Gemäß der in den letzten Jahren erzielten Fortschritte erwartet das FMSG von den Finanzinstituten die strikte Einhaltung der KIM-V-Vergabestandards, um sicherzustellen, dass diese fordernden Kriterien beibehalten werden, um zukünftige finanzielle Krisen zu vermeiden. Insbesondere auch die Europäische Zentralbank und die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit unterstützen solche Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte.
In der vorherigen Sitzung des FMSG am 1. März 2022 wurden bereits besorgniserregende Trends in der privaten Wohnimmobilienfinanzierung festgestellt. Zudem bewertete das Gremium die extremen Herausforderungen, die der Ukraine-Konflikt für die Finanzstabilität in Österreich mit sich brachte. Die Entscheidungen von 2022 zur Implementierung makroprudenzieller Instrumente zur Steuerung systemischer Risiken erweisen sich damit als entscheidender Schritt, um unser Finanzsystem widerstandsfähiger zu machen, wie auch die Website des FMSG verdeutlicht.