Betrüger entlarvt: 60.000 Euro Schaden durch gefälschte Tickets!
Ein Kärntner wurde wegen Ticketbetrugs zu drei Jahren Haft verurteilt, nachdem er 60.000 Euro von 125 Opfern ergaunert hatte.

Betrüger entlarvt: 60.000 Euro Schaden durch gefälschte Tickets!
Ein 38-jähriger Kärntner wurde wegen eines großangelegten Ticketbetrugs zu drei Jahren Haft verurteilt. Der Betrüger täuschte vor, Tickets für hochkarätige Veranstaltungen wie die ausverkauften Coldplay-Konzerte, die Fußball-EM, Adele und die Salzburger Festspiele zu verkaufen. In der Verhandlung am Klagenfurter Landesgericht wurde bekannt, dass er insgesamt 125 Menschen um etwa 60.000 Euro betrogen hatte. Richterin Michaela Sanin bemerkte, dass der Angeklagte wohl einer der ersten Onlinebetrüger gewesen sei, als er schon 2009 fing, mit teurem Rotwein zu schummeln. Damals täuschte er vor, diesen über das Internet verkaufen zu wollen.
Als ihm seine kriminellen Machenschaften endlich zum Verhängnis wurden, hatte der Mann bereits eine bewegte Vergangenheit voller Betrügereien hinter sich. Dazu gehörten nicht nur nicht bezahlte Sexdienstleistungen, sondern auch die Veruntreuung von 89.000 Euro bei einer Kärntner Sozialinstitution. Traurig gibt er zu, dass sein Ticketbetrug aus einer Spielsucht resultierte, die ihn dazu trieb, jeden Cent, den er ergaunert hatte, in Sportwetten zu investieren. Die Staatsanwältin Barbara Baum wies darauf hin, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind und weitere Betrügereien, unter anderem bei den begehrten Billie-Eilish-Tickets, im Raum stehen.
Berufung eingelegt
Mit der dreijährigen Haftstrafe zeigte sich weder die Verteidigung noch die Staatsanwaltschaft zufrieden. Beide Seiten meldeten bereits Berufung an, wodurch das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Die Zahl der betrogenen Käufer könnte sich zudem noch erhöhen, da der Angeklagte nach eigenen Angaben mehr als 20 weitere vermeintliche Ticketverkäufe vorgetäuscht hat. Diese verdächtigen Geschäfte könnten den Gesamtschaden um bis zu 8.000 Euro steigern, was die Situation noch dramatischer macht, wie heute.at berichtete. Die Aufklärung des Falls und die Rückforderung der ergaunerten Gelder stehen nun im Fokus der weiteren Ermittlungen, wie kaernten.ORF.at erklärte.