Schreckensflut in Indonesien: Über 600 Tote und zahllose Vermisste!
Schwere Flutkatastrophe in Indonesien: Über 600 Tote, Zehntausende obdachlos. Wissenschaftler warnen vor Klimawandel-Folgen.

Schreckensflut in Indonesien: Über 600 Tote und zahllose Vermisste!
Nach tagelangen sintflutartigen Regenfällen in Indonesien hat die Zahl der Todesopfer eine alarmierende Grenze überschritten. So berichtete die Katastrophenschutzbehörde, dass bereits mehr als 600 Menschen ums Leben gekommen sind und über 460 als vermisst gelten. Rund 2.600 Personen wurden durch die Flutkatastrophe verletzt, insbesondere in den Provinzen Aceh, Nordsumatra und Westsumatra sind die Auswirkungen verheerend. Hunderttausende Menschen wurden obdachlos, während in Tapanuli Utara mehr als 15.000 Menschen in provisorischen Notunterkünften Zuflucht suchen mussten. Kleine Zeitung berichtet von der kritischen Lage, die durch eingestürzte Brücken, zerstörte Straßen und beschädigte Strommasten weiter erschwert wird.
Die Situation in den betroffenen Gemeinden ist dramatisch. Eingeschlossene Gebiete sind für Rettungskräfte unzugänglich, was die Hilfsmaßnahmen extrem erschwert. Bereits jetzt hat die Zentralregierung einen der größten Katastrophenhilfseinsätze der letzten Jahre zusammengestellt. Hilfskonvois erreichen einige der von der Außenwelt abgeschnittenen Dörfer, nachdem Geröll und Erdmassen abgetragen wurden. In einigen Regionen müssen Hubschrauber eingesetzt werden, um Lebensmittel und Hilfsgüter zu transportieren. Wie Zeit hinzugefügt hat, bleibt die nächste Herausforderung die Identifizierung der vermissten und verstorbenen Personen.
Extremwetter und Klimawandel
Wissenschaftler warnen, dass der Klimawandel eine Zunahme der Häufigkeit und Intensität solcher Naturkatastrophen in Indonesien zur Folge haben könnte. Die Region, die aus 17.000 Inseln besteht und häufig unter extremen Monsunregen leidet, ist besonders anfällig. Auf Sumatra, der sechstgrößten Insel der Erde, die fast so groß wie Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen ist, sind die Schäden gravierend. N-TV berichtet, dass in der Provinz Nordsumatra allein mindestens 166 Menschen gestorben sind, während in Westsumatra 90 und in Aceh 47 Todesfälle zu beklagen sind.
Die humanitäre Koordinatorin von CARE Deutschland, Franziska Jörns, beschreibt die Situation als extrem herausfordernd und fordert schnelles Handeln, um mehr Sicherheit für die betroffenen Menschen zu schaffen. Die Notwendigkeit, Zufahrtswege freizumachen und die vermissten Personen zu finden, hat für die Katastrophenschutzbehörde höchste Priorität.
Mit einem Blick auf die Region wird deutlich, dass die schweren Unwetter nicht nur Indonesien betreffen. Auch in benachbarten Ländern wie Thailand und Malaysia sind es zu schweren Überschwemmungen gekommen. In Thailand sind in der Provinz Songhkla bereits 162 Menschen ums Leben gekommen, während in Malaysia zwei Todesfälle in der Region Perlis verzeichnet wurden.