Manuel Feller: Sorgen um den ÖSV-Star – Wo bleibt der alte Schwung?
Manuel Feller spricht im Interview über seine herausfordernde Saison und mentale Probleme, die seine Leistung im Slalom beeinträchtigen.

Manuel Feller: Sorgen um den ÖSV-Star – Wo bleibt der alte Schwung?
Manuel Feller, der Slalomstar des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), kämpft in der aktuellen Saison mit großen Herausforderungen. Nach einer erfolgreichen vergangenen Saison, in der er den Slalom-Weltcup dominierte, zeigt sich der 33-Jährige in diesem Jahr beeinträchtigt durch gesundheitliche Probleme, insbesondere Rückenbeschwerden. Feller musste seine ursprünglichen Pläne anpassen und strebt dennoch eine Verbesserung seiner Leistungen an, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden olympischen Spiele im Februar.
Im Slalom von Alta Badia trat Feller mit gemischten Gefühlen an. Im zweiten Durchgang stellte er eine Leistungssteigerung fest, indem er sich von Platz 24 auf 11 verbesserte. Dennoch wirkte er im Zielraum eher niedergeschlagen. In einem Interview mit Rainer Pariasek äußerte Feller, dass es momentan allgemein schwierig für ihn sei und er spüre, dass ihm bei bestimmten Passagen der „Zug“ fehle. Trotz dieser Herausforderungen ist er entschlossen, seine Form wiederzufinden.
Mentaler Druck im Spitzensport
Die Schwierigkeiten, mit denen Feller konfrontiert ist, stehen im Kontext eines zunehmenden Bewusstseins für psychische Belastungen im Spitzensport. Viele Athleten erleben unter dem Druck, der mit vorzeitigen Verletzungen und der Angst vor einem möglichen Kaderverlust einhergeht, mentale Schwierigkeiten. Studien belegen, dass Depressionen und Angststörungen unter Sportlern ähnlich häufig auftreten wie in der allgemeinen Bevölkerung. Es war daher für Feller nicht überraschend, dass er in Bezug auf persönliche Belastungen vage blieb, indem er erklärte, es gehe niemanden etwas an, und dass er eine Pause benötige, um mental einen Reset vorzunehmen.
Die Initiative „Mehr als Muskeln“, gegründet von Léa Krüger und Ben Ellermann, zielt darauf ab, Athleten eine Plattform zu bieten, um über ihre mentalen Herausforderungen zu sprechen. Es besteht ein dringender Bedarf, die Offenheit in Bezug auf psychische Gesundheit im Leistungssport zu fördern und Angebote für psychologische Unterstützung zu verbessern. Viele Athleten sind sich der Risiken des sportlichen Drucks bewusst, doch die Unterstützung bleibt oft unzureichend, da die Fokussierung in der Regel auf körperlicher Leistungsoptimierung liegt.
Ergebnisse und Ausblick
Die bisherigen Ergebnisse von Feller in dieser Saison spiegeln die Schwierigkeiten wider. Er fiel im Riesenslalom in Sölden aus und erreichte im Levi-Slalom lediglich den 11. Platz. Im Gurgl-Slalom belegte er den 27. Platz und schied im ersten Durchgang des Riesenslaloms von Val d’Isere aus. Im Alta Badia war er jedoch der beste Österreicher und zeigte mit der Laufbestzeit im zweiten Durchgang seine Fähigkeiten.
Die aktuellen Ergebnisse der Athleten im Alta-Badia-Slalom sind wie folgt:
| Platz | Sportler | Land |
|---|---|---|
| 1. | Atle Lie McGrath | Norwegen |
| 2. | Clement Noel | Frankreich |
| 3. | Loic Meillard | Schweiz |
| 11. | Manuel Feller | Österreich |
| 12. | Michael Matt | Österreich |
| 13. | Fabio Gstrein | Österreich |
| 20. | Joshua Sturm | Österreich |
Feller blickt nun hoffnungsvoll auf die kommenden Wettbewerbe und hofft, seine Form rechtzeitig für die Olympischen Spiele zurückzugewinnen, während er gleichzeitig die Herausforderungen mit seiner mentalen Gesundheit anerkennt. Das Bewusstsein für die psychische Belastung in der Welt des Spitzensports nimmt zu, und es bleibt abzuwarten, wie Feller diese Situation meistern wird.
Für mehr Informationen über den aktuellen Stand der mentalen Gesundheit im Sport kann auf die umfassenden Analysen von Sportschau zurückgegriffen werden: Sportschau, welche die Herausforderungen und Unterstützungsangebote für Athleten beschreibt.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Situation für Feller entwickeln wird. Die kommenden Monate könnten entscheidend für seine Karriere sein.