Klimagipfel in Brasilien: Ausstieg aus fossilen Energien bleibt strittig!

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Weltklimakonferenz in Belém 2025: Verhandlungen über fossile Energien, Emissionsreduktion und Klimafinanzierung stehen im Fokus.

Weltklimakonferenz in Belém 2025: Verhandlungen über fossile Energien, Emissionsreduktion und Klimafinanzierung stehen im Fokus.
Weltklimakonferenz in Belém 2025: Verhandlungen über fossile Energien, Emissionsreduktion und Klimafinanzierung stehen im Fokus.

Klimagipfel in Brasilien: Ausstieg aus fossilen Energien bleibt strittig!

Die Weltklimakonferenz in Belém, Brasilien, läuft am heutigen Tag, dem 22. November 2025, weiterhin intensiv. Über 80 Länder fordern einen klaren Ausstieg aus fossilen Energien, während einige nations die Ablehnung dieses Ausstiegs signalisieren. Die derzeitigen Verhandlungen sind von Unsicherheit geprägt, da das Bekenntnis zur 1,5-Grad-Grenze und die Notwendigkeit zur Emissionsreduktion zwar mehrfach betont werden, jedoch kein konkreter Ausstieg aus fossilen Energien im aktuellen Dokument verankert ist. Delegierte schließen nicht aus, dass der Gipfel scheitern könnte und eine gemeinsame Abschlusserklärung ausbleibt. Ein Brand auf dem Konferenzgelände führte zu einer Verzögerung der Verhandlungen um einen halben Tag, was die Situation weiter komplizierte. Feuerwehrkräfte verhinderten, dass sich das Feuer auf größere Bereiche ausbreitete.

Aktuell stehen die Verhandlungen auch im Kontext eines Fünfjahresplans für die kommende Ära des Klimaschutzes, in dem entscheidende Aktionspläne festgelegt werden sollen. Die nationale Klimabeiträge (NDCs), die für das Pariser Klimaabkommen zentral sind, müssen alle fünf Jahre aktualisiert werden. Dies wurde zuletzt nach der COP28 behandelt, bei der eine globale Bestandsaufnahme durchgeführt wurde. Die offizielle Deadline zur Einreichung neuer NDCs war der 10. Februar 2023, doch hatten nur wenige Länder diese Frist eingehalten. Lediglich die EU hat ein NDC mit dem Ziel einer Emissionsminderung von 66,25-72,5 % bis 2025 im Vergleich zu 1990 vorgelegt, was jedoch als zu schwach angesehen wird. Ein UN-Synthesebericht verdeutlicht, dass die eingereichten NDCs nicht ausreichend sind, um die Zielvorgaben zur Eindämmung der Erderwärmung auf maximal 1,5 °C zu erreichen.

Herausforderungen bei der Klimafinanzierung

Bei der COP30 wird zudem gefordert, Fortschritte bei der gerechten Abkehr von fossilen Energien und der Klimafinanzierung zu erzielen. Die Konferenz soll klären, wie das neue Klimafinanzierungsziel erreicht werden kann und welche Länder dazu beitragen müssen. Regierungen sind aufgefordert, ihre Finanzierungslösungen darzulegen und öffentliche Mittel bereitzustellen. Ein bedeutsames Element dabei ist die Unterstützung des Beschlusses von der COP28, der eine Abkehr von fossilen Energien und eine Verdopplung der Energieeffizienz bis 2030 vorsieht. Der langsame Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Mangel an politischem Willen zur Umstellung auf nachhaltige Energiequellen stellen hierbei große Herausforderungen dar.

Brasilien hat in diesem Jahr die Tropical Forests Forever Facility (TFFF) auf der COP28 vorgestellt, um wirtschaftliche Anreize für den Schutz der Tropenwälder zu schaffen. Der Fonds hat ein Volumen von 125 Milliarden US-Dollar und könnte für den unterfinanzierten Waldschutz von entscheidender Bedeutung sein. Die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeiten für effektiven Klimaschutz ist dringender denn je. Der Klimawandel als globale Herausforderung erfordert nicht nur nationale, sondern auch internationale Lösungen zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes und zur Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels.

Das übergeordnete Ziel bleibt die Verhinderung einer gefährlichen Störung des Klimasystems, welches weiterhin durch den menschlichen Treibhausgasausstoß seit der Industrialisierung beeinflusst wird. Ohne sofortige und substanzielle Maßnahmen wird eine globale Erwärmung von bis zu 3,2 °C bis zum Jahr 2100 erwartet. Der sechste Sachstandbericht des Weltklimarates empfiehlt, die globalen Treibhausgasemissionen bis 2030 um 43 % und bis 2035 um 60 % im Vergleich zu 2019 zu reduzieren. Aktuell bestehen beträchtliche Lücken zwischen den bisherigen Maßnahmen und den notwendigen Reduktionen, um die internationalen Klimaziele zu erreichen.

Die Diskussionen auf dem Klimagipfel in Brasilien stehen vor einer entscheidenden Weichenstellung für die künftige Klimapolitik, in der sich alle Mitgliedstaaten der UNFCCC und des Übereinkommens von Paris gemeinsam anstrengen müssen, um die Erderwärmung zu begrenzen und zukünftigen Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen.

Für weitere Informationen zu dieser Thematik siehe auch Ökonews, WWF und Umweltbundesamt.