Schlüsselübergabe im Landesklinikum: Advent im Park öffnet Türen!

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Am 30.11.2025 öffnete das Haus 21 im Landesklinikum Mauer für die NÖ Landesausstellung 2026 zur psychischen Gesundheit.

Am 30.11.2025 öffnete das Haus 21 im Landesklinikum Mauer für die NÖ Landesausstellung 2026 zur psychischen Gesundheit.
Am 30.11.2025 öffnete das Haus 21 im Landesklinikum Mauer für die NÖ Landesausstellung 2026 zur psychischen Gesundheit.

Schlüsselübergabe im Landesklinikum: Advent im Park öffnet Türen!

Am 30. November 2025 öffnete das Haus 21 im Landesklinikum Mauer im Rahmen von „Advent im Park“ seine Türen für die Besucher. Anlass war die symbolische Schlüsselübergabe durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner an das Team der Niederösterreichischen Landesausstellung, die vom 28. März bis 8. November 2026 unter dem Titel „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche. Gesundheit“ stattfindet. Mikl-Leitner bezeichnete das Landesklinikum Mauer als einen „besonderen Ort“ mit einer großen Verantwortung für die Zukunft, da es auf eine über 120-jährige Geschichte in der Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen zurückblickt.

Bei der Eröffnung betonte Mikl-Leitner auch die Notwendigkeit einer Gedenkstätte für die Opfer des NS-Regimes und unterstrich die Bedeutung der Ausstellung für die Akzeptanz psychischer Erkrankungen. Ziel der Landesausstellung ist es, die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und einen offenen sowie transparenten Zugang zu seelischer Gesundheit zu ermöglichen. “Alle 31 Gemeinden der Region unterstützen dieses wichtige Vorhaben, das als „Trägerrakete für die positive Entwicklung der gesamten Region“ angesehen wird, was durch die Aussagen von Landesrat Anton Kasser und dem Bürgermeister Lukas Michlmayr unterstrichen wird.

Ausstellungsinhalte und -struktur

Die Landesausstellung im Landesklinikum Mauer ist die erste ihrer Art, die während des laufenden Betriebs einer Landesklinik stattfindet. Sie soll nicht nur zur Enttabuisierung psychischer Erkrankungen, sondern auch zur Entstigmatisierung der Betroffenen und Angehörigen beitragen. Wissenschaftlicher Leiter Armin Laussegger kündigte an, dass auf 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche 350 bis 400 Exponate präsentiert werden, die die Entwicklung des gesellschaftlichen Umgangs mit psychischen Erkrankungen thematisieren.

Die Inhalte der Ausstellung sind in verschiedene Abschnitte gegliedert. Diese behandeln Aspekte wie die Suche nach dem Sitz im Körper, die Wahrnehmung von Krankheit und Gesundheit, die Errichtung von Heil- und Pflegeanstalten sowie die Entwicklung der Behandlungsmethoden. Zudem wird die Antipsychiatriebewegung behandelt und aktuelle Anliegen der psychischen Gesundheit angesprochen. Im Haus 18 des Landesklinikums Mauer wird zudem ein kostenlos zugänglicher Lernort zur Geschichte der NS-Medizinverbrechen eingerichtet, der die neuesten Forschungsergebnisse vermittelt und eine Erinnerungskultur schafft.

Gesellschaftlicher Kontext und Bedeutung

Psychische Erkrankungen sind in Deutschland und anderen Industriestaaten weit verbreitet und werden aufgrund einer zunehmenden gesellschaftlichen Entstigmatisierung immer offener thematisiert. Dennoch gibt es noch immer Stigmatisierungen, insbesondere bei schweren Erkrankungen wie Schizophrenie, die den Zugang zu Hilfsangeboten erschweren und gesellschaftliche Benachteiligungen nach sich ziehen können. Durch Fördermaßnahmen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) soll weiter an der Akzeptanz und Inklusion von Betroffenen gearbeitet werden, um negative Stereotype abzubauen und den gesellschaftlichen Austausch zu fördern.

Zusätzlich zur Ausstellung im Landesklinikum wird im Rahmen des Adventmarktes, der von Mikl-Leitner eröffnet wurde, die Bedeutung von Traditionen und Brauchtum hervorgehoben. Der Adventmarkt bietet handgefertigte Produkte von Patientinnen, Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohnern an und fördert damit die Beschäftigungstherapie, ein Thema, das von Elisabeth Bräutigam, der Vorständin der NÖ Landesgesundheitsagentur, thematisiert wurde.

Die Landesausstellung 2026 wird somit nicht nur eine Plattform für die Aufklärung über psychische Gesundheit bieten, sondern auch einen bedeutenden kulturellen und touristischen Beitrag zur Förderung der Region leisten. Verantwortliche und Unterstützer der Ausstellung sind sich einig, dass sie ein Meilenstein für die Gesellschaft sowie für die Betroffenen darstellt.