Schlaraffia im Fokus: Die vergessene Geschichte jüdischer Mitglieder
Der Verein Schlaraffia veranstaltet eine Lesung in Kolsdorf und verlegt Stolpersteine zur Erinnerung an jüdische Mitglieder.
Schlaraffia im Fokus: Die vergessene Geschichte jüdischer Mitglieder
Ein faszinierendes Kapitel aus der Geschichte Mönchengladbachs wird lebendig! Der Verein Schlaraffia hat eine bewegende Lesung veranstaltet, die die dunkle Vergangenheit der Nationalsozialisten aufgreift. Mit einem eindrucksvollen Fokus auf die jüdischen Mitglieder, die während der Gleichschaltung ausgeschlossen wurden, wird die Geschichte von Alfred Cohen erzählt, einem bemerkenswerten Schlaraffen, der 1934 in Frankfurt starb. Diese Lesung ist mehr als nur ein Rückblick – sie ist ein kraftvolles Gedenken an die Opfer der Verfolgung.
Ein Blick in die Vergangenheit
Die Schlaraffia, bekannt für ihre mittelalterlichen Titel und Ritternamen, hat sich in der heutigen Zeit dazu entschlossen, das Erbe ihrer Vergangenheit nicht zu vergessen. Die Nazis schränkten die Aktivitäten des Vereins ein, was zu einem dramatischen Ausschluss von jüdischen Mitgliedern führte. Die Enthüllung der Geschichte von Alfred Cohen ist nur der Anfang. Der Verein hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv auch die Geschichte von Hugo Heumann ans Licht gebracht, dessen Tagebuch 2007 veröffentlicht wurde. Die Lesung war nicht nur informativ, sondern auch emotional aufgeladen und hat die Anwesenden tief berührt.
Stolpersteine als Mahnmal
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Veranstaltung war die Verlegung von Stolpersteinen, die an die jüdischen Mitbürger erinnern, die unter dem Regime der Nationalsozialisten litten. Diese kleinen, aber kraftvollen Gedenksteine stehen für die Menschen, deren Leben durch Hass und Intoleranz zerstört wurde. Der Verein Schlaraffia setzt damit ein starkes Zeichen gegen das Vergessen und für die Erinnerung an die Opfer – ein Schritt, der in der heutigen Zeit mehr denn je von Bedeutung ist.